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Skilegende Rosi Mittermaier ist tot

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Die ehemalige Skirennläuferin und zweifache Olympiasiegerin Rosi Mittermaier ist am Mittwoch gestorben.
Die ehemalige Skirennläuferin und zweifache Olympiasiegerin Rosi Mittermaier ist am Mittwoch gestorben. © Angelika Warmuth, dpa

Die ehemalige Skirennläuferin Rosi Mittermaier ist im Alter von 72 Jahren gestorben. OB Reiter erinnert an soziales Engagement. BR ändert sein Programm

München - Die ehemalige Skirennläuferin und zweifache Olympiasiegerin Rosi Mittermaier ist tot. Sie sei am Mittwoch „nach schwerer Krankheit im Kreise der Familie friedlich eingeschlafen“, teilt ihre Familie mit. Die Mutter von Felix Neureuther wurde 72 Jahre alt. 

Große sportliche Erfolge unter anderem bei Olympia durch Rosi Mittermaier

Die gebürtige Münchnerin wuchs auf der Winklmoosalm oberhalb von Reit im Winkl auf und stand bereits mit drei Jahren auf Skiern. Sie feierte zahlreiche Erfolge im alpinen Skisport. Mittermaier triumphierte unter anderem bei zehn Weltcup-Rennen. Höhepunkt waren allerdings ihre beiden Goldmedaillen in der Abfahrt und im Slalom bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976. Zudem holte dort sie Silber im Riesentorlauf. Im selben Winter entschied sie die Gesamtwertung des Weltcups für sich. Nach ihrer aktiven Karriere engagierte sich Mittermaier als Schirmherrin der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung und Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund. 2006 wurde sie als erste Wintersportlerin in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen.

Zwei Gold- und eine Silbermedaille holte Rosi Mittermaier bei den Olympischen Spielen 1976 ins Innsbruck.
Zwei Gold- und eine Silbermedaille holte Rosi Mittermaier bei den Olympischen Spielen 1976 ins Innsbruck. © Heinz Wieseler, dpa

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach ihrem Ehemann Christian Neureuther sein Beileid aus. „Wir alle erinnern uns immer wieder gerne an die Olympischen Winterspiele 1976, bei denen unsere „Gold-Rosi“ nicht nur dreimal aufs Podest, sondern in die Herzen aller gefahren ist.“

Rosi Mittermaier mit großen sozialen Engagement

Neben allem sportlichen und gesellschaftlichen Engagement habe die Familie für Mittermaier immer absoluten Vorrang gehabt. Mit unbändigem Stolz und großer Begeisterung habe sie die Karrieren ihrer beiden Kinder, Amelie und Felix verfolgt. „Ich wünsche Euch, dass Ihr einander in der schweren Zeit der Trauer Halt gebt und dass Euch die Gewissheit ein Trost sein kann, dass Rosi Mittermaier ihre Spuren nicht nur im Schnee, sondern in unser aller Herzen hinterlassen hat“, sagt Reiter.

Auch Sozialministerin Ulrike Scharf zeigt sich betroffen über ihren Tod: „Mit ihr verlieren wir nicht nur eine Ausnahmesportlerin – wir verlieren eine Frau mit großem Herz für die Menschen, ein bedeutendes Vorbild für soziales Engagement in Bayern.“ Landtagspräsidentin Ilse Aigner ist in ihren Gedanken bei Mittermaiers Familie. „Rosi Mittermaier war ein großes Vorbild – sportlich und menschlich“, teilt sie mit.

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Bayerischer Rundfunk ändert für Rosi Mittermaier sein Programm

Der BR ändert aufgrund des Todes der Skilegende am Freitag umfassend sein Fernsehprogramm. Ab 20.15 Uhr zeigt er einen 45-minütigen Nachruf. Zudem sollen weitere Sendungen wie Gipfeltreffen – Werner Schmidbauer trifft Rosi Mittermaier (17.45 Uhr), Lebenslinien: Rosi Mittermaier & Christian Neureuther (21 Uhr) oder Blickpunkt Sport extra (22 Uhr) alle Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen, wie der Sender mitteilt.

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