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Teures München ‒ Bezirk zahlt mehr Geld an Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige

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Von: Kristina Beck

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Alter Mensch zählt Geld.
In Stadt und Landkreis München steigen die Sozialleistungen für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige Menschen erhalten ab dem Jahr 2023 mehr Geld vom Bezirk Oberbayern. Was zu beachten ist

München ‒ 2023 bekommen Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige Personen in Stadt und Landkreis München sowie in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg einen erhöhten Sozialhilfe-Regelsatz vom Bezirk Oberbayern.

+++ Gute Nachricht in der Energiekrise: Die SWM senken ab April 2023 ihre Strompreise. Was das für Privat- und Gewerbekunden bedeutet +++

Voraussetzung sei, dass sie vom Bezirk Oberbayern Grundsicherung und Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, teilt der Bezirk Oberbayern mit. Generell gelten in Oberbayern die Regelsätze des Bundes (siehe „Überblick“).

München und Landkreis: Höhere Sozialhilfe-Sätze für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige

„Die Landeshauptstadt und der Landkreis München sowie die Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg finanzieren jedoch als örtliche Sozialhilfeträger höhere Regelsätze“, heißt es in der Mitteilung.

Denn die Lebenshaltungskosten in München und Umland liegen „deutlich über dem Bundesdurchschnitt“, wie der Bezirk Oberbayern die höheren Sätze begründet.

+++ Laut dem Armutsbericht 2022 sind gerade Familien mit Kindern und ältere Menschen von Armut betroffen. Die Stadt fordert mehr Geld, damit ein Leben in München möglich bleibt +++

„Personen, die von uns in den genannten Kommunen existenzsichernde Leistungen erhalten, dürfen nicht schlechter gestellt sein als die örtlichen Sozialhilfe-Empfängerinnen und -Empfänger. Hier gilt für uns das Gebot der Gleichbehandlung.“

Auch der Barbetrag (Taschengeld) für volljährige Menschen, die in stationären Einrichtungen (z. B. im Pflegeheim) leben, erhöht sich entsprechend: Er beträgt jeweils 27 Prozent der Regelbedarfsstufe I.

Die Regelbedarfsstufen I bis III gelten für Erwachsene, die Stufen IV bis VI für Jugendliche und Kinder. Der Satz in Stufe IV berücksichtigt den erhöhten Bedarf von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren.

Sozialhilfe in Stadt und Landkreis München: Regelbedarfsstufen im Überblick

Stufe IStufe IIStufe IIIStufe IVStufe VStufe VIBarbetrag St. I
Bund502 Euro451 Euro402 Euro420 Euro348 Euro318 Euro135,54 Euro
München-Stadt527 Euro473 Euro421 Euro439 Euro361 Euro330 Euro142,29 Euro
München-LK517 Euro464 Euro414 Euro432 Euro358 Euro327 Euro139,59 Euro
FFB529 Euro475 Euro424 Euro440 Euro361 Euro332 Euro142,83 Euro
Starnberg529 Euro475 Euro424 Euro440 Euro361 Euro332 Euro142,83 Euro

(Quelle: Bezirk Oberbayern)

Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige

Der Bezirk Oberbayern finanziert nach eigenen Angaben Leistungen der Eingliederungshilfe für rund 50.000 Menschen mit Behinderungen. Hilfe zur Pflege erhalten fast 19.000 Menschen in Oberbayern, die ihre ambulante oder stationäre Pflege nicht aus eigenen Mitteln bezahlen können.

Für Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen gibt der Bezirk im Jahr 2023 rund 1,34 Milliarden Euro aus, für die ambulanten und stationären Hilfen für pflegebedürftige Menschen 326,6 Millionen Euro.

+++ Die SWM starten am 16. Januar ihren angekündigten Wärmefonds, aus dem hilfsbedürftige Münchner im Härtefall schöpfen können. Wie man die Leistungen erhalten kann +++

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