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GDL beendet Warnstreik: Bahn verkehrt wieder nach regulärem Fahrplan

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Wegen des Streiks der GDL werden am Donnerstag kaum S-Bahnen in München fahren.
Wegen des Streiks der GDL werden am Donnerstag kaum S-Bahnen in München unterwegs sein. © Tobias Hase, dpa

Am Mittwochabend hatte die Lokführergewerkschaft GDL zum 20-stündigen Warnstreik aufgerufen. Dieser ist jetzt beendet. Die Bahnen in Bayern verkehren wieder nach Fahrplan.

Update: 17. November

München ‒ Nach dem Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist der Bahnverkehr in Bayern am Freitagmorgen wieder nach regulärem Fahrplan gestartet. Dies gelte für den gesamten Fern- und Regionalverkehr, teilte eine Sprecherin mit.

Wegen des Tarifstreits mit der Deutschen Bahn (DB) hatte die GDL ihre Mitglieder bundesweit zu einem 20-stündigen Warnstreik ab Mittwochabend aufgerufen. Die Beschäftigten sollten von 22.00 Uhr bis 18.00 Uhr am Donnerstag die Arbeit niederlegen. In der Folge kam es laut Deutscher Presseagentur (dpa) auch in Bayern zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen.

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Erstmeldung: 17. November:

Streik der GDL beeinträchtigt S-Bahn-Verkehr massiv

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL trifft auch die Münchner S-Bahn erheblich. Die GDL hat für Mittwochabend, 22 Uhr, bis Donnerstagabend, 18 Uhr, zu einem 20-stündigen Warnstreik aufgerufen.  Die Bahn hat zwar einen Notfallfahrplan erarbeitet, aber dieser sichere nur „ein sehr begrenztes Angebot im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr“. „Wir rechnen damit, dass weniger als 20 Prozent der Intercity- und ICE-Züge fahren“, teilte ein DB-Sprecher mit. Zwar setze das Unternehmen längere Züge mit mehr Sitzplätzen ein, aber dennoch könne eine Mitfahrt nicht garantiert werden.

Diese Möglichkeiten haben Bahn-Kunden, die vom Streik betroffen sind

Im Regionalverkehr werden die Auswirkungen wohl noch deutlicher zu spüren sein. „Wir rechnen auch damit, dass in einzelnen Regionen gar keine Züge mehr fahren können“, heißt es von Seiten der Bahn. Fahrgästen sollten sich vor Fahrtantritt im Internet oder bei der kostenlosen Service-Hotline 08000/996633 zu informieren. Auch die S-Bahn München verweist auf ihre Homepage. Derzeit lägen allerdings noch keine genaueren Informationen vor, ob und wie die S-Bahnen verkehren.

Kunden sollten ihre Reisen am besten verschieben. „Sie können Ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort, auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.“, teilt die Bahn mit Ebenso sei es möglich eine Reise vorzuverlegen und bereits am heutigen Mittwoch zu fahren. Wer auf seine Zugfahrt komplett verzichten will, könne sich den vollen Preis ohne Abzüge zurückerstatten lassen.

Fahrgäste sollten wegen des Streiks der GDL ihre Fahrten am besten verschieben.
Die wenigen Züge, die unterwegs sein werden, dürften voll sein. Fahrgäste sollten daher ihre Fahrten am besten verschieben oder komplett darauf verzichten. © Wera Engelhardt, dpa

Streik der GDL: Das fordert die Lokführergewerkschaft

Die GDL verlangt unter anderem 555 Euro mehr Gehalt monatlich und eine Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3000 Euro. Zudem soll die Arbeitszeit für Schichtarbeiter ohne Lohnkürzung auf 35 von 38 Stunden die Woche gesenkt werden. eine Arbeitszeitreduzierung hält die Bahn für nicht realisierbar. Sie bot aber in der ersten Verhandlungsrunde 11 Prozent mehr Lohn an und zeigte sich offen für die Ausgleichszahlung. „ „Zu wenig, zu lange und am Ende des Tages nicht ausreichend“, begründet GDL-Chef Claus Weselsky den Streik.

Auch Beschäftige der Landestheater und Polizisten streiken

Doch die Lokführer sind nicht die einzigen, die heute streiken. Auch die Beschäftigten an den Münchner Staatstheatern legen ihre Arbeit nieder. Die Angestellten von Staatsoper, Residenz-, Gärtnerplatz- und Prinzregententheater fordern 10,5 Prozent mehr Lohn pro Monat, mindestens aber 500 Euro. „Mit Bühnenjobs muss man auch in einer teuren Stadt wie München nicht nur überleben können“, meinte Agnes Kottmann, Gewerkschaftssekretärin für Theater bei der Verdi Bayern.

Und auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft ihre Mitglieder zum Streik auf. In München werden sie am Montag, 20. November, auf die Straße gehen. Ab 10.30 Uhr findet eine Kundgebung vor dem dem Finanzministerium statt. Anschließend zieht ein Demonstrationszug vor die TU München. 

Die GdP fordert ebenfalls 10,5 Prozent mehr Lohn pro Monat, mindestens aber 500 Euro. Auszubildenden, Studierenden und Praktikanten sollen 200 Euro mehr bekommen. „Die Polizeibeschäftigten, die Tag und Nacht im Einsatz sind, und die sich täglich den besonderen Belastungen ihres Dienstes ausgesetzt sehen, erwarten jetzt endlich eine angemessene Anerkennung ihrer Arbeit, die sich auch deutlich in der Geldbörse bemerkbar machen muss“, schreibt die Gewerkschaft.

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