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Klinik-Neubau an der Isar: BA in Thalkirchen stimmt Plänen zu ‒ hat aber auch Kritik an Gebäude-Höhe

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Die geplanten Hochhäuser auf dem neuen Klinikareal finden beim BA keine Zustimmung.
Die geplanten Hochhäuser auf dem neuen Klinikareal finden beim BA keine Zustimmung. © Visualisierungen: Freshimages/ORT/pan M

Der BA in Thalkirchen stimmt den Klinik-Neubau-Plänen an der Isar grundsätzlich zu und ist für eine Modernisierung. Kritik kommt für die Höhe der Gebäude.

Ein neues Gesicht bekommt der Stadtteil Thalkirchen. Auf dem Klink-Areal zwischen Schäftlarnstraße, Tierparkstraße und Am Isarkanal sind Krankenhausmodernisierungen und -erweiterungen sowie Apartmentkomplexe für Klinikpersonal geplant, die bis zu 13 Geschosse umfassen sollen (Hallo berichtete).

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Klinik-Neubau an der Isar - BA in Thalkirchen mit Kritik an Plänen für hohe Gebäude

Der Bezirksausschuss Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln hatte nun Gelegenheit, eine Stellungnahme zum Bebauungsplan abzugeben, bevor dieser als Beschlussvorlage im Herbst dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Der Baustart ist für 2023 vorgesehen.

Der Bezirksausschuss stimmte fraktionsübergreifend grundsätzlich dem Erhalt der Kliniken und deren Modernisierung sowie der Schaffung von preiswertem Wohnraum für Klinikpersonal zu. Mit der dazu notwendigen Erweiterung des Baurechts ist er einverstanden.

Abgelehnt wurde dagegen zusätzliches Baurecht zur Abdeckung überörtlichen Wohnungsbedarfs – insbesondere für freifinanzierte Wohnungen, an diesem auch verkehrstechnisch schwierigen Standort.

Kritik übte der BA schließlich vor allem an der Höhe der Gebäude „Die Hochhausstudie sieht vor, dass Neubauten nicht mehr als 30 Prozent höher sein dürfen, als umliegende Gebäude. Hier geht man mit den Planungen weit darüber hinaus“, sagte Dorle Baumann (SPD).

Die geplanten Gebäude an der Isar.
Die geplanten Gebäude an der Isar. © Visualisierungen: Freshimages/ORT/pan M

Der BA spricht sich für autofreies Wohnen bei den notwendigen Verkehrsplanungen aus. Die angedachten Leihfahrradstellen und Werkstätten reichten allerdings nicht aus.

Eine zusätzliche Buslinie entlang der Schäftlarnstraße Richtung Sendling, die auch die Isarphilharmonie im Norden anschließen könnte, sei wünschenswert, solange sie nicht die geforderte Tempo-30-Regelung gefährdet.

Ein Halt möglichst nah am Haupteingang der erneuerten Kliniken sowie die Umgestaltung der sanierungsbedürftigen Fahrbahn zu einer fußgänger- und radfahrerfreundlichen Straße sollte den motorisierten Individualverkehr minimieren.

Besonders wichtig ist dem BA der Umweltaspekt, da das Bebauungsgebiet nahe den sensiblen Isarauen, dem angrenzenden Landschaftsschutzgebiet und des nur 75 Meter entfernten FFH-Gebiets liege. Der BA fordert den Erhalt des vorhandenen ökologisch wertvollen Baumbestands durch geeignete Situierung der Baukörper und durch sinnvolle Wegeführungen.

Außerdem müsse für den Artenschutz mit entsprechenden Maßnahmen gesorgt werden. Dach- und Fassadenbegrünungen für ein gutes Klima und Verwendung von nachwachsender Rohstoffe und Recyclingbetons bei der Herstellung der Gebäude müssten planrechtlich festgehalten werden.

gu

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