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In München bricht Vogelgrippe aus ‒ Stadt warnt vor Kontakt zwischen Wildvögeln und Haustieren

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Von: Kristina Beck

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„Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk“ steht auf einem Schild an der Bundesstraße nahe des Ismaninger Speichersees.
„Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk“ steht auf einem Schild an der Bundesstraße nahe des Ismaninger Speichersees. © Frank Leonhardt/dpa

Bei einem Schwan wurde in München die Geflügelpest nachgewiesen. Die Stadt appelliert an Tierhalter eindringlich, Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

München / Thalkirchen ‒ Die Geflügelpest grassiert in Bayern seit dem vergangenen Herbst, wie beim Bayerischen Bauernverband zu lesen ist. In München sei am 16. Januar der Ausbruch der „hochpathogenen aviären Influenza“ (HPAI; Geflügelpest) bei einem Schwan amtlich festgestellt worden, teilt die Stadt mit.

Geflügelpest in München ‒ Sicherheitsmaßnahmen in Geflügel-Haltungen und Fütterungsverbot bei Wildvögeln

Das Tier wurde in der Nähe der Thalkirchner Brücke an der Isar gefunden. Nachgewiesen wurde das H5N1-Geflügelpest-Virus durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Befund bestätigt.

Zum Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest wurden bereits am 24. Oktober 2022 und am 24. November 2022 per Allgemeinverfügungen verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen und ein Fütterungsverbot bei Wildvögeln angeordnet.

Stadt gibt Sicherheitsmaßnahmen für Tierhalter in München heraus

„Es ist aufgrund der Seuchenlage zwingen erforderlich, dass diese Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden“, warnt die Stadt.

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Wildvögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bisher nicht bekannt.

Was ist die Geflügelpest?

Aviäre Influenza (von lat. avis, Vogel), umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat.

Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.

Besonders pathogene Erregerstämme können bei Exposition gegenüber einer hohen Infektionsdosis auch auf den Menschen übertragen werden und dort tödlich verlaufende Erkrankungen auslösen.

(Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut)

Hinweis an die Geflügelhalter der Landeshauptstadt München

Alle Geflügelhalter im Bereich der Landeshauptstadt München, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, müssen die Haltung von Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) unverzüglich dem Städtischen Veterinäramt melden.

Was tun, wenn man kranke Vögel sieht?

Wenn vermehrt tote oder auffallend kranke Vögel am selben Ort aufgefunden werden, wird darum gebeten, das Veterinäramt unter der Telefonnummer 233-39613 oder per E-Mail an veterinaeramt.kvr@muenchen.de zu kontaktieren.

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