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Warnstreik am Flughafen München: Bodenpersonal fordert mehr Lohn ‒ Mehrere Flug-Ausfälle am Mittwoch

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Von: Jonas Hönle

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Warteschlage am Flughafen München
Mehrere Flug-Ausfälle und Verzögerungen wegen Warnstreik am Flughafen München. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Die Gewerkschaft Verdi rief das Bodenpersonal von Swissport Losch am Flughafen München diesen Mittwoch zum Warnstreik auf - mehrere Flüge fielen aus.

Update: 14.56 Uhr

Wegen eines Warnstreiks am Flughafen München sind am Mittwoch 36 Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte des Bodenpersonals von Swissport Losch aufgerufen, die Arbeit von 10 bis 15 Uhr ruhen zu lassen.

36 Starts und Landungen wurden wegen dem Warnstreik annulliert. Vom Flug-Ausfall waren die Lufthansa-Töchter Air Dolomiti, Cityline und Eurowings, unter anderem nach Palma de Mallorca, Florenz, Turin, Bologna, Zürich, Stuttgart und Dresden betroffen, sagte ein Flughafensprecher.

Flug-Ausfälle wegen Warnstreik am Flughafen München

Die Beteiligung an dem Warnstreik sei sehr gut, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Verdi fordert für die Swissport-Mitarbeiter Lohnerhöhungen von deutlich über 10 Prozent und verweist auf den kürzlich erreichten Tarifabschluss bei der Lufthansa.

Die Fluggesellschaft zahle ihrem Bodenpersonal in den unteren Lohngruppen jetzt bis zu 19 Prozent mehr. Das Swissport-Angebot von 10 Prozent bei mehr als einem Jahr Laufzeit und einer Einmalzahlung von 250 Euro sei nicht akzeptabel, bei Einstiegsgehältern von 13 Euro. Mit Bodenverkehrsdienstleistern in Frankfurt und Stuttgart seien höhere Tarifabschlüsse vereinbart worden.

Ein neuer Verhandlungstermin ist noch nicht bekannt. Swissport leistet in München - neben der flughafeneigene Firma Aeroground - für Fluggesellschaften die Passagier-, Gepäck-, Frachtabfertigung sowie Vorfeld-, Bus- und Transportdienste.

Laut Flughafen bedient das Unternehmen in München zwischen 35 und 40 Prozent der Flugbewegungen.

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Wegen Warnstreik am Flughafen München ‒ Flug-Ausfälle und Verzögerungen am Mittwoch möglich

Erstmeldung: 10. August, 10,24 Uhr

Am Flughafen München kommt es am Mittwoch zu einem weiteren Warnstreik. Nach dem erfolgreichen Streik des Lufthansa-Bodenpersonals vor zwei Wochen ruft die Gewerkschaft Verdi nun die Angestellten des Bodenverkehrsdienstleisters Swissport Losch zum Arbeitskampf auf. Die Beschäftigten der Mittagsschicht sollen von 10 bis 15 Uhr streiken.

Flug-Ausfälle und Verzögerungen wegen Verdi-Warnstreik am Flughafen München möglich

Aufgrund des Warnstreiks könne es zu Flug-Ausfällen und Verzögerungen im Betriebsablauf kommen, teilt der Flughafen München mit. Der Dienstleister arbeite für viele Urlaubsflieger, sagte ein Flughafensprecher.

Passagiere sollten sich bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter informieren. Laut Swissport Losch sind vom Warnstreik unter anderem die Gepäckabfertigung, sämtliche Vorfelddienste sowie Passagierbusdienste dieses Unternehmens betroffen. Notfallpläne seien in Arbeit.

Gewerkschaft Verdi ruft Bodenpersonal am Flughafen München zum Warnstreik auf

Verdi fordert eine deutliche Lohnerhöhungen für die annähernd 600 Münchner Beschäftigten von Swissport, um „angesichts einer Inflationsrate von 8 Prozent aktuell Reallohn zu sichern“, wie die Verhandlungsführerin Manuela Dietz am Dienstag sagte. Dann könne das Unternehmen auch mehr offene Stellen besetzen.

Swissport teilte mit, das Unternehmen habe am Freitag 8 Prozent und eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten und sein Angebot am Dienstag auf 10,1 Prozent erhöht. Das komme der Verdi-Forderung von 11 Prozent nahe. Die Gewerkschaft solle den Warnstreik absagen.

Streik der Beschäftigten bei Swissport Losch am Flughafen München

Swissport Losch leistet für Fluggesellschaften - ebenso wie die flughafeneigene Firma Aeroground - Passagier-, Gepäck-, Frachtabfertigung sowie Vorfeld-, Bus- und Transportdienste.

Laut Flughafen bedient das Unternehmen in München zwischen 35 und 40 Prozent der Flugbewegungen. Wenn Aeroground gefragt würde und Kapazität frei hätte, werde Aeroground den Kollegen aushelfen, zum Beispiel mit Busfahrern, sagte ein Flughafensprecher.

Verdi hatte mit einem Streikaufruf an das Lufthansa-Bodenpersonal Ende Juli die Absage von über 1000 Flügen bewirkt, 130 000 Passagieren waren betroffen. Die Lufthansa erhöhte darauf die Löhne kräftig, laut Verdi quer durch alle Beschäftigtengruppen um monatlich zwischen 377 und 498 Euro. Das sei nicht nur ein Inflationsausgleich, sondern eine Reallohnerhöhung.

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