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Foodsharing-Station am Westkreuz ‒ Caritas stellt Kühlschrank im Rahmen ihres Projektes „Tauschgut“ auf

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Von: Andreas Schwarzbauer

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In der Pfarrei Peter und Paul in Feldmoching steht bereits eine Foodsharing-Station.
In der Pfarrei Peter und Paul in Feldmoching steht bereits eine Foodsharing-Station. © Patricia Stücher

Im Stadtteilladen am Westkreuz soll eine Foodsharing-Station gegen die Verschwendung von Lebensmitteln entstehen. So funktioniert der Kühlschrank von „Tauschgut“...

Das Westkreuz bekommt eine Foodsharing-Station. Die Caritas München-West will im Rahmen ihres Projektes „Tauschgut“ einen Kühlschrank im Stadtteilladen auf der Südseite des Bahnhofs (Friedrichshafener Straße 11) aufstellen.

Darin sollen Lebensmittel von Supermärkten oder Bäckereien landen, die zwar noch essbar sind, die diese aber nicht mehr verkaufen können, weil beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Jeder, der Interesse hat, kann sie dann zu den Öffnungszeiten des Stadtteilladens kostenlos mitnehmen.

Aber auch Privatleute dürfen noch gute Nahrungsmittel, die sie nicht mehr benötigen, spenden.

Foodsharing-Station am Westkreuz ‒ „Tauschgut“-Kühlschrank von Caritas München-West

„Die Rettung von Lebensmitteln vor der Mülltonne steht dabei im Mittelpunkt. Aber die Station hat auch einen sozialen Effekt. Denn sie ist ein niederschwelliges Angebot für Menschen, die wenig Geld haben“, sagt Lukas Wasmer von der Caritas.

Derzeit gibt es in München bereits fünf „Tauschgut“-Stationen der Caritas (wie im Westend und in Feldmoching-Hasenbergl) , die gut angenommen würden, wie Projektbetreuerin Raphaela Balatoni verrät. Vor allem Gemüse, Obst, Brot und haltbare Lebensmittel wie Reis landen dort.

Caritas-Projekt gegen Verschwendung von Lebensmitteln

Der örtliche Bezirksausschuss freut sich, dass das Angebot nun auch am Westkreuz entstehen soll. Das Gremium hatte die Stadt im Juli aufgefordert, in Aubing oder Lochhausen eine Foodsharing-Station zu realisieren.

„Knapp 82 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr wirft jeder Deutsche in den Müll. Zwei Drittel davon – schätzt man – wären noch essbar“, begründet Initiator Leopold Arning (CSU) seinen Vorstoß.

Das zuständige Referat für Klima- und Umweltschutz (RKU) begrüßte das Anliegen zwar, aber: Leider verfüge es nicht über die notwendigen Ressourcen, um die Idee umzusetzen. Umso mehr freut sich Arning, dass sich die Caritas nun in diesem Bereich engagiert.

Wasmer und seine Mitstreiter suchen allerdings noch Supermärkte, Bäckereien oder Restaurants als Kooperationspartner sowie ehrenamtliche Helfer, die die Lebensmittel abholen und den Kühlschrank pflegen.

Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon 0160/88 10 297 melden. Weitere Infos unter www.caritas-tauschgut.de

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