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Kiesabbau im Forst Kasten - Vorrangflächen sollen 2023 debattiert werden

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Weiterhin wurde kein Antrag auf den Kiesabbau im Forst Kasten gestellt. Ein Teil des Gebietes wird aber schon seit Jahren ausgekiest.
Weiterhin wurde kein Antrag auf den Kiesabbau im Forst Kasten gestellt. Ein Teil des Gebietes wird aber schon seit Jahren ausgekiest. © Romy Ebert-Adeikis

Der geplante Kies-Abbau im Forst Kasten lässt weiterhin auf sich warten. Nun ist klar, das vor 2023 keine Diskussionen über die Abbaumengen geführt werden...

NEURIED/MÜNCHEN Wie viel Kies braucht die Metropolregion München und wo soll dieser herkommen? Diese Frage will der Regionale Planungsverband (RPV) ausführlich diskutieren – aber nicht vor Frühjahr 2023. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Für diese hatte die Gemeinde Neuried den Antrag gestellt, die Kies-Vorrangfläche 804 im Forst Kasten aus dem Regionalplan streichen zu lassen. Damit sollte ein weiterer, hoch umstrittener Abbau in dem Wald verhindert werden.

„Die Diskussion war konstruktiv“, sagt Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) auf Anfrage von Hallo. „Es ist durchaus richtig, dass wir grundsätzlich über das Thema Kies in der Region sprechen.“ Nur die Vorrangfläche im Forst Kasten aus dem Regionalplan zu nehmen, hätte keine Erfolgsaussichten gehabt. „2002 und 2010 hatten wir uns ja darauf geeinigt, welche Flächen für Kiesabbau gebraucht werden“, sagt Zipfel.

Eine einzelne wieder zu streichen, hätten die Ausschuss-Vertreter anderer Gemeinden „kritisch“ gesehen. Dass die Diskussion über die Vorrangflächen um mindestens ein Jahr verschoben wurde, hätte praktische Gründe. Die Debatte ergebe erst Sinn, wenn der Freistaat den Landesentwicklungsplan fertig überarbeitet habe.

Kiesabbau im Forst Kasten: Weiterhin kein Antrag

Dass bis 2023 in Sachen Kiesabbau im Forst Kasten bereits Fakten geschaffen sind, glaubt Neurieds Bürgermeister nicht. Zwar habe das Neurieder Unternehmen Gebrüder Huber bereits im Mai 2021 von der Stadt München den Zuschlag zur Auskiesung einer Teilfläche im Wald erhalten. Diese gehört einer städtischen Stiftung. „Dem Landratsamt liegt aber immer noch kein Antrag für eine Abbau-Genehmigung vor“, sagt Zipfel.

Weil die Firma Aushub und Rohstoffe nur mit Lastwagen transportieren kann, sehe Landrat Christoph Göbel (CSU) zudem ohnehin Schwierigkeiten, den geplanten Abbau wirklich zu genehmigen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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