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Gelder der Einrichtung für Planegg und Krailling wegen Streitereien eingefroren

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Am 4. Mai soll sich entscheiden, wie es mit der Musikschule Planegg-Krailling weitergeht.
Am 4. Mai soll sich entscheiden, wie es mit der Musikschule Planegg-Krailling weitergeht. © Romy Ebert-Adeikis

Die Zukunft der Musikschule in Planegg-Krailling ist in der Schwebe. Wegen Streitigkeiten wurden Gelder eingefroren, Anfang Mai wird über die Finanzen entschieden.

PLANEGG/KRAILLING Eine „ungute Situation“ habe sich in den vergangenen Monaten in der Musikschule Planegg-Krailling zusammengebraut. So formuliert es zumindest Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU). Die Lage eskalierte so stark, dass die Gemeinderäte beider Kommunen einstimmig beschlossen, die Zuschüsse für die Musikschule vorerst einzufrieren.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Eine Wendung soll die Verabschiedung einer neuen Satzung für den Trägerverein der Musikschule bringen, über die am Mittwoch, 4. Mai, abgestimmt wird. Bis dahin überbrückt die Musikschule den finanziellen Engpass mit Rücklagen.

„Die vielen Streitereien und Querelen haben dazu geführt, dass wir immer größere Schwierigkeiten hatten, den eigentlichen Zweck der Musikschule zu erfüllen“, sagt Stephanie Hamburger, zweite Vorsitzende der Musikschule. Zugrunde lagen unterschiedliche Auffassungen von Vorstand und Betriebsrat, beispielsweise wenn es um Mitsprache bei Personalentscheidungen ging. „Es ging sogar so weit, dass wir die Einstellung einer neuen Klavierpädagogin vor Gericht erstreiten mussten“, ergänzt Hamburger.

Musikschule in Planegg-Krailling: Anfang Mai wird über finanzielle Zukunft entschieden

Noch schwieriger wurde die Lage als Thomas Roy, bis 2014 Gemeinderatsmitglied und Vereinsvorsitzender, „für alle überraschend“ wieder Interesse gezeigt hätte, in den Vorstand gewählt zu werden. Er habe Unterschriftenaktionen organisiert und Briefe an Mitglieder geschrieben. Darin behauptete er auch, dass der aktuelle Vorstand gegen geltendes Recht verstoße. Dazu Nafziger: „Wir haben das sehr genau geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Vorstand nichts falsch gemacht hat“.

Eine von Roy angestrebte außerordentliche Mitgliederversammlung zur Neuwahl des Vorstands konnte sich nicht durchsetzen. Jetzt entscheiden am 4. Mai die Anwesenden der 126 Mitglieder, wie es weitergeht. Neben der Neuwahl des Vorstands steht vor allem die neue Satzung auf der Tagesordnung. Anders als bisher wären die Mitglieder des Trägervereins dann nur noch Fördermitglieder und nicht mehr stimmberechtigt.

Musikschule in Planegg-Krailling: Eventuell muss Trägerverein neu gegründet werden

Bislang konnten etwa Lehrkräfte, die auch Mitglieder waren, bei Vorstandswahlen den eigenen Arbeitgeber mitbestimmen. „Dieses in der über 30 Jahre alten Satzung festgelegte Vorgehen ist unüblich und schon lange nicht mehr zeitgemäß“, sagt Schriftführer Philipp Pollems.

Änderungen soll es auch bei der Zusammensetzung des Vorstands geben – statt fünf sollen nur noch drei Personen gewählt, dafür mehr von den Gemeinden entsandr werden. Zudem stellt sich der bisherige erste Vorsitzende, Bernd Gropper, nicht mehr zur Wahl.

„Sollte die Versammlung die neue Satzung ablehnen, werden wir einen neuen Trägerverein gründen und den Lehrern ein Angebot zur Anstellung machen“, erklärt Planeggs Rathauschef. „Wir alle wünschen uns ein Ende der Querelen, damit die Musikschule, wieder ungestört ihren Zweck erfüllen kann.“

Gabriele Uelses

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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