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Martinsried: U-Bahnhof-Architekten gestalten auch Busplatte des neuen Bahnhofs

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Ein „schwebendes Glasdach“ mit grünen Inseln sieht der Siegerentwurf vor.
Ein „schwebendes Glasdach“ mit grünen Inseln sieht der Siegerentwurf vor. © Gruber + Popp Architekten BDA

Das gleiche Architektenbüro, das auch den U-Bahnhof in Martinsried gestalten darf, hat nun auch den Zuschlag für die Busplatte der neuen Station erhalten. Die Pläne:

MARTINSRIED Ein Ensemble aus einem Guss: Das Architektenbüro „Gruber + Popp“, das bereits den Zuschlag für die U-Bahn-Station Martinsried erhalten hat, soll auch den dazugehörigen Busbahnhof gestalten. Das hat der Gemeinderat Planegg in seiner jüngsten Sitzung mit 19 zu drei Stimmen entschieden.

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Siegerentwurf für Busplatte am Bahnhof Martinsried: Das planen die Architekten

Im Februar hatte das Gremium beschlossen, Entwürfe von drei Büros erarbeiten zu lassen. Nur zwei wurden letzten Endes eingereicht: von „Gruber+Popp Architekten“ aus Berlin sowie „Peter Bohn+Assozierte“ aus München. Für die Überdachung und Möblierung des Busbahnhofs sollte ein Kostendeckel von 1,5 Millionen Euro nicht überschritten werden.

Zudem sollten die Vorgaben von den Planungen des U-Bahnhofs berücksichtigt werden. Neben einer Vorprüfung mussten sich die Entwürfe auch einem Bürgervoting stellen.

Der Plan von „Gruber + Popp“ sieht ein „schwebendes Glasdach“ vor, in dem Photovoltaikmodule verbaut sind. Drei Löcher im Dach sollen Licht und Wasser für „grüne Inseln“ spenden. „Das Konzept passt zum Forschungsstandort Martinsried und auch zur Gestaltung des U-Bahnhofs“, lobte Zweite Bürgermeisterin Judith Grimme (Grüne). Dieser Meinung seien laut Gemeinde-

Geschäftsführer Stefan Schaudig auch die Universität und Wissenschaftszentren in Martinsried. Auch 469 von 672 Bürgern, die online oder im Rathaus über die Pläne abgestimmt hatten, wählten den Entwurf aus Berlin.

Siegerentwurf für Busplatte am Bahnhof Martinsried: Kostenrahmen überschritten

Mit 1,84 Millionen Euro wurde der Kostenrahmen dabei zwar überschritten. Die Vorprüfung kam aber zum Schluss, dass es „noch ausreichend Optimierungspotenzial“ gebe, um Kosten zu senken. Zudem begrüßten die Prüfer, dass das Berliner Büro Planungsvorgaben eins zu eins umgesetzt hatte.

Anders als bei „Peter Bohn+Assozierte“. Deren Entwurf sah abwechselnde Konstruktionen aus Holz und Ranknetzen für Pflanzen vor. Radstellplätze und Behindertenparkplätze seien allerdings anders angeordnet worden als vorgesehen. „Immerhin liegen die Behindertenparkplätze so in direkter Nähe zum U-Bahn-Aufzug“, erklärte Fritz Haugg (FDP), warum er trotzdem für den Entwurf stimmen wolle. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung gefährde die Anordnung aber den Verkehrsfluss an der Busplatte. Man wolle über alternative Stellplatzmöglichkeiten aber nachdenken.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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