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U-Bahn Martinsried: Mehr Rücklagen für störungsfreie Bauarbeiten nötig

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Für die Erweiterung der U6 von Großhadern nach Martinsried müssen noch weitere Rücklagen gebildet werden.
Für die Erweiterung der U6 von Großhadern nach Martinsried müssen noch weitere Rücklagen gebildet werden. (Symbolbild) © dpa/Felix Hörhager

Um die Erweiterung der U6 nach Martinsried möglichst störungsfrei umsetzen zu können, muss die PMG nun mehr Rücklagen bilden. Der Bau könnte teurer werden als geplant.

MARTINSRIED Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 6 von Großhadern nach Martinsried steuert auf ihren Baubeginn zu. Nach Angaben der Projekt-Management-Gesellschaft (PMG) soll der Auftrag für die Hauptmaßnahme bereits im August vergeben werden. „Mit den Ingenieursbauleistungen soll dann im Jahr 2023 begonnen werden“, teilte PMG-Geschäftsführer Dimitri Steinke beim jüngsten Werksausschuss der Gemeinde Planegg mit. Mitte 2027 soll die Strecke voraussichtlich in Betrieb gehen.

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Um zu gewährleisten, dass Zahlungsflüsse nicht ins Stocken geraten, soll nun die Kapitalrücklage der PMG erhöht werden – von 100 000 auf 500 000 Euro. Ein Drittel der Summe trägt der Landkreis München, der am Dienstag, 12. Juli, über die Aufstockung der Rücklage diskutierte.

Ein Ergebnis der Debatte lag zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht vor. Die Gemeinde Planegg hat hingegen der Erhöhung der Rücklage bereits zugestimmt. Sie hat zusätzlich knapp 67 000 Euro zu tragen. Dritter Geldgeber ist der Freistaat Bayern.

Verlängerung der U6: Bau könnte teurer als erwartet werden

Aktuell geht die PMG für die U6-Verlängerung von Gesamtkosten von 166 Millionen Euro aus. „Bei einigen Materialien sind aktuell jedoch massive Preissteigerungen zu verzeichnen“, sagte Steinke im Werksausschuss. So sei Betonstahl innerhalb eines Jahres um 60 Prozent teurer geworden. Die P+R-Anlage am neuen U-Bahnhof Martinsried, die laut Steinke kurz vor der Fertigstellung stehe, koste etwa 18 Prozent mehr als ursprünglich geplant.

Wegen der Teuerungen seien aber keine Fördermittel für das Projekt gefährdet. Das ist nur der Fall, wenn der sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor (NKF) unter 1,0 fällt. Eine Neubewertung des Projekts habe allerdings ergeben, dass der LMU-Campus Martinsried sehr gefragt, der Nutzen der Verlängerung zuletzt also „erheblich“ gestiegen sei. Der NKF liege nun bei 1,33.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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