Happy Zombies: Obituary im Backstage

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Obituary-Frontman John Tardy

München - Obituary beweisen im Backstage, warum Death Metal auch nach 25 Jahren noch eine Gaudi sein kann.

Zusammen mit Death, Morbid Angel, Deicide und Atheist begründeten Obituary Ende der 80er Jahre die Florida-Death-Metal-Szene. Kein Mensch inklusive der meisten Akteure hätte damals geglaubt, dass die extremste Variante des harten Rock mehr als ein paar Jahre überleben würde. Doch wie das halt so ist mit Zombies: Sie sind nicht totzukriegen!

Allesamt (Death als Chuck Schuldiner Tribute Band) touren sie bis heute fleißig, auch frische Blutwürste sind in der Mache. "Bis Ende des Jahres wollen wir die neue Scheibe fertig haben", erzählt Obituary-Bassist Kenny Andrews der tz nach dem gefeierten Gig im Backstage. "Wir haben Angebote von drei Plattenfirmen vorliegen." Wäre ja auch schade, wenn so eine Legende wie die Band der Tardy-Brüder John und Donald am Business scheitern würde. Gut 200 Fans zogen Obituary am Dienstagabend. Und die erfreuten sich nicht nur an Röchel-Hits wie "Chopped in half", "Dying" oder "Slowly we rot", an diesen schweren Midtempo-Riffs, die den Geist der alten Celtic Frost atmen. Nein, auch die Vorband "Dust Bolt" lieferte Überzeugendes. Die jungen Burschen aus Landsberg am Lech haben sich dem Thrash der alten Schule (Sacrifice, Razor) verschrieben. Und den donnern sie so mitreißend und technisch sauber ins Publikum, dass es eine wahre Freude ist. Nach der Debüt-EP von 2010 erscheint am 27. Juli das erste Album namens "Violent Demolition". Dürfte ein Schmankerl werden.

Ludwig Krammer

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