Nobles Wohnviertel an der Isar

Harlaching

Blick von Marienklausensteg
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Blick von Marienklausensteg

Harlaching ist ein alter Stadtteil Münchens. Neben den Isarauen und viel Wald gibt es hier einige interessante Besonderheiten sowie Informationen zur Geschichte des ehemaligen Bauerndorfes zu entdecken.

München – Der Stadtteil Harlaching kombiniert Stadtleben und Naturnähe optimal. Die Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie größere Wohnanlagen sind umgeben von Grünanlagen, Parks und den Isarauen. Hier können Kinder ausgelassen spielen und die Erwachsenen die Seele baumeln lassen. Gleichzeitig ist die Innenstadt mit ihren Einkaufs- und Vergnügungsangeboten gerade einmal einen Katzensprung entfernt. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Harlaching – die Geschichte des Stadtteils

Das Gebiet des heutigen Harlaching wurde bereits in der Eisenzeit bewohnt. Archäologische Funde belegen mehrere keltische Siedlungen. Im Jahre 1150 taucht der Ort als „Hadaleichingen“ zum ersten Mal in den Urkunden auf. Dieser Name geht wahrscheinlich auf einen germanischen Stammesfürsten namens „Hadaleih“ zurück. Dieser soll Experten zufolge um 600 nach Christus in dieser Region gesiedelt haben.

Über die Jahrhunderte blieb Harlaching ein kleines Bauerndorf. Erst im 19. Jahrhundert begann die blühende Epoche seiner Geschichte:

  • 1818 wurde Harlaching zusammen mit umliegenden Orten zur Gemeinde erklärt.
  • 1854 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt München.
  • Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Gartenstadt Harlaching ins Leben gerufen und erste große Wohnsiedlungen entstanden.
  • 1920 begann der Bau des Stadtviertels Neu-Harlaching, das soziale Wohnungsbauprojekt Reichs-Klein-Siedlung sowie die Errichtung der Frontkämpfer-Siedlung für Teilnehmer am Ersten Weltkrieg.
  • 1954 kam es zum Bau der US-amerikanischen Siedlung am Perlacher Forst, der sogenannten Ami-Siedlung.
  • 1959 bis 1965 erfolgte der Aufbau des Krankenhauses, die heutige Klinik Harlaching.
  • 1992 wurde der Stadtteil mit Untergiesing zum Stadtbezirk 18 zusammengelegt.

Stadtteil Harlaching – Infos zu Lage und Einwohnern

Harlaching bildet zusammen mit Untergiesing den Stadtbezirk 18 von München.

Der Stadtteil liegt im Süden der bayerischen Landeshauptstadt. Im Norden grenzt er an Untergiesing, im Westen an die Isar und Thalkirchen. Im Süden befindet sich der Perlacher Forst und im Osten Obergiesing.

Harlaching hat rund 53.100 Einwohner und eine Fläche von circa 805 Hektar. Die Bevölkerungsdichte des Stadtteils beträgt etwa 66 Personen pro Hektar (Stand: 2019).

Verkehrstechnisch liegt Harlaching äußerst günstig an der U-Bahn-Linie U1 und der Straßenbahnlinie 25. Des Weiteren führt in der Nähe die Bundesautobahn A995 vorbei, die die südlichen Stadtteile Münchens mit der A8 Salzburg – München und dem Autobahnring A99 München-Ost verbindet.

Harlaching – die Besonderheiten des Münchner Stadtteils

Eine Besonderheit Harlachings ist die Kolonie Menterschwaige. Dieser Teil gehört zu den nobelsten Wohngegenden Münchens. Die Siedlung geht auf den Gutshof Menterschwaige zurück. Im Jahre 1896 kaufte das Bauunternehmen Heilmann & Littmann das Gelände und verwandelte es in Bauplätze mit exklusiver Lage direkt an der Isar. Hier entstanden exquisite Villen und schmucke Einfamilienhäuser. Auch heute noch ist dieser Teil Harlachings Wohnort von vielen Prominenten und wohlhabenden Bürgern.

Aus dem Stadtteil Harlaching und der Menterschwaige kam unter anderem Alexander Schmorell. Er war Mitglied der „Weißen Rose“, einer studentischen Widerstandsbewegung zur Zeit des Nationalsozialismus.

Ein weiteres Kuriosum in Harlaching ist das Lola-Montez-Haus. Einer alten Überlieferung nach soll die namensgebende Geliebte Ludwigs I. 1848 auf ihrer Flucht dort Unterschlupf gefunden haben. Historische Belege lassen sich nicht finden, doch das Haus mit dem großen Garten ist eine beliebte Location für Feste und Feiern.

Stadtteil Harlaching – Sehenswürdigkeiten und Freizeitgestaltung

Harlaching wartet mit einigen Sehenswürdigkeiten auf. Dazu gehören vor allem:

  • die idyllische Wallfahrtskapelle Sankt Anna am Harlachinger Berg
  • die Marienklause und ihr malerischer Serpentinenweg an der Isar-Hochleite
  • die Emmauskirche am Laurinplatz

Darüber hinaus bietet der Stadtteil Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge und sportliche Betätigung. Beliebt sind vor allem:

  • die Isarauen mit ihren Spazierwegen und Liegewiesen
  • das Waldgebiet des Perlacher Forsts
  • die Bäder Schyrenbad und das Freizeitbad Giesing-Harlaching
  • der Tierpark Hellabrunn im benachbarten Thalkirchen

Fußballfans können außerdem einen Abstecher zum offiziellen Trainingsgelände des FC Bayern-München an der Säbener Straße machen.

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