Zunehmende Gewalt

So hart ist die Arbeit der Gerichtsvollzieher

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Richterin Gerlinde Nieder beklagt die zunehmende Gewalt.

München - Gerichtsvollzieher ist einer der härtesten Jobs in München. 36,6 Millionen Euro haben sie 2012 bei säumigen Schuldnern eingetrieben, um das Geld den rechtmäßigen Besitzern zu geben.

Gerlinde Nieder, Chefin der knapp 100 Gerichtsvollzieher beim Münchner Amtsgericht, klagt: „Sie werden immer öfter beleidigt, bespuckt und tätlich angegriffen.“

Gerichtsvollzieher treten dann in Aktion, wenn alle anderen Versuche von Gläubigern gescheitert sind, an ihr Geld zu kommen. Zur Vollstreckung eines rechtskräftigen Urteils erhielten sie neue Kompetenzen, etwa die Ermittlung des Aufenthaltsortes eines Schuldners. „Das sei oft nicht einfach, vor allem in Hochhäusern, in denen die meisten Namensschilder fehlen“, sagt Nieder. Und dann immer die bange Frage: Tickt der Betroffene aus?

„Die zunehmende Gewalt sehen wir mit Sorge“, sagt Amtsgerichts-Präsident Gerhard Zierl. „Es gibt immer mehr Leute, die unsere Rechtsordnung nicht akzeptieren.“

Das Amtsgericht hat im vergangenen Jahr 427 Immobilien mit einem Schätzwert von 67 Millionen Euro zwangsversteigert. Die Bieter haben deutlich mehr Geld hingeblättert: 75 Millionen Euro!

E. Unfried

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