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500 Euro Belohnung

Katze zu Tode misshandelt! Familie sucht Tierhasser

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Leilei nach ihrer OP. Doch die Hilfe kam zu spät

München - Wenn Sophia (9) und Sebastian (5) an den Dienstag vor drei Wochen denken, kommen ihnen immer noch die Tränen. An diesem Tag misshandelte ein unbekannter Tierquäler ihre Katze Leilei ganz in der Nähe ihrer Wohnung in der Kienestraße im Hasenbergl.

So schwer, dass die betagte Katzendame (17) wenig später an ihren Verletzungen starb.

Unter dem Bankerl haben die Schleiffs ihre schwer misshandelte Katze Leilei gefunden. Nun suchen sie nach dem Täter.

Sophias und Sebastians Papa, Gerd Schleiff (57), erinnert sich noch genau an den Tag. „Wir waren nur ein paar Stunden weg und sind gegen 17.30 Uhr nach Hause gekommen: Da hat meine Frau ein klägliches Miauen gehört.“ Doch Leilei scheint zunächst verschwunden. Gerd Schleiffs Frau MawMaw (45) findet die Katzen-Dame schließlich auf deren Lieblingsplatzerl unter einer Bank auf der Terrasse.

Die Familie erwartet ein schlimmer Anblick: Leilei kann nicht mehr laufen, schleppt sich nur noch vorwärts. Das hintere Bein hängt weg. „Der Knochen war komplett ab.“ Die Schleiffs fahren sofort zum Tierarzt. Der stellt einen Oberschenkelhalsbruch fest. Leilei muss in einer Tierklinik operiert werden.

Dabei wird das Ausmaß der Quälerei erst deutlich. „Durch die Schur für die OP haben wir ein riesiges Hämatom am Bauch entdeckt“, sagt Gerd Schleiff. „Ich sage, das war ein Schuh! Sie muss immer wieder heftig getreten worden sein.“

Auch der Tierarzt stellt eine Fremdeinwirkung fest. Doppelt niederträchtig: Wegen ihres hohen Alters war die Katzendame schon taub. „Das Viecherl hat nichts gehört. Es war also kein Problem, sich an sie von hinten anzuschleichen“, sagt Schleiff.

Nach der OP kommt Leilei erst nach Hause. Doch ein paar Tage später frisst sie nichts mehr. Sie spuckt Blut. „Durch den Tritt hatte Leilei wohl einen Darm- und Magenriss. Wir mussten sie beim Tierarzt wegen eines Organversagens einschläfern lassen.“

Mit ihren 17 Jahren ging die alte Katzendame nicht mehr viel vor die Tür. Der Tierquäler muss sie in der Nachbarschaft attackiert haben, ist sich Gerd Schleiff sicher. „Hier gibt es einige Personen, die sind freilaufenden Haustieren nicht wohlgesonnen.“ Schon in der Vergangenheit seien Katzen eimerweise mit Dreck überschüttet und in Wassertröge getaucht worden. Gerd Schleiff hat jetzt Anzeige gegen den brutalen Tierquäler erstattet.

Außerdem hat er in der Umgebung Zettel aufgehängt, mit denen er nach Zeugen sucht. Für Hinweise, die zum Täter führen, lobt der Familienvater eine Belohnung von 500 Euro aus. Ein Foto des Aufrufs auf Facebook wurde mittlerweile mehr als 1300 Mal geteilt. „Mir wurde von einem lauten Schrei von Leilei berichtet. Das war ein heißer Tag, viele Leute sind auf ihrem Balkon gesessen – vielleicht hat jemand was gesehen.“ Gerd Schleiff hofft, so andere Katzen vor Schlimmerem zu bewahren. Doch Leilei seiner Familie zurückbringen kann er nicht mehr. „Uns geht es richtig schlecht. Leilei ist nicht mehr da – damit müssen wir uns abfinden.“

Stella Torma fahndet über Facebook nach dem Täter

Sie fotografierte Gerd Schleiffs Aushang und stellte ihn bei Facebook ein: Stella Torma (27) Post wurde mittlerweile mehr als 1300 Mal im sozialen Netzwerk geteilt. „Ich habe gerade meine Mutter besucht, als ich den Zettel gesehen habe“, erzählt die Harthoferin. „Meine Mama wohnt in der Straße und war total aufgelöst und verängstigt, was mit der Katze der Nachbarn passiert ist.“

BITTE UM MITHILFE !!! HASENBERGL KIENESTRASSE !! ARME MIETZI BRUTAL GETÖTET !!VOR CA 2 MONATEN WURDEN SCHON 2 ANDERE KATZEN ERHÄNGT. ... BITTE HELFT MIT DIESES DRECKSPACK ZU ERWISCHEN !!!

Posted by Torma Stella on Mittwoch, 19. August 2015

Torma engagiert sich in ihrer Freizeit für den Tierschutz – und ist entsetzt, was Katzendame Leilei angetan wurde. „Ich hoffe sehr, dass die oder der Täter gefunden werden.“ Auch die junge Frau hat gehört, dass in der Vergangenheit schon öfter Katzen in der Gegend gequält worden sein sollen. „Ein paar Mädels haben mir erzählt, dass vor zwei Monaten zwei Katzen erhängt gefunden wurden.“ Die ganze Nachbarschaft sei verunsichert. Auch die Münchner Polizei kann hier derzeit nicht weiterhelfen: Bislang wurde kein derartiger Vorfall angezeigt.

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