Hauptbahnhof: Stadtrat diskutiert über diese Pläne

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So soll der Hauptbahnhof nach den neuen Plänen der Bahn aussehen – das sorgt für heftige Kritik.

München - Was heißt hier: Nur Bahnhof verstehen? Die Münchner Stadträte hoffen darauf, dass sie nach der Präsentation der DB-Verantwortlichen aus Berlin vor der Vollversammlung am Mittwoch endlich Bahnhof verstehen!

Was genau steckt hinter dem jüngsten Entwurf der DB für eine Neugestaltung des Hauptbahnhofs? Wie sieht es in dem Gebäude und vor allem unter dem Gesamtkomplex aus? Wie ist die Verteilung der Fußgängerströme zu den U- und S-Bahnsteigen auf mehreren Ebenen im Untergrund gelöst?

Nach jahrelangen Diskussionen um einen neuen Hauptbahnhof, nach dem Architektenwettbewerb mit einem futuristischen Entwurf des Münchner Büros Auer + Weber im Jahr 2006 als Siegermodell ist jetzt die Begeisterung über die bescheidene, „wirtschaftliche“ Minilösung gering. Dass es einen Fassadenwettbewerb für das siebenstöckige Hauptgebäude geben müsse, ist eine Selbstverständlichkeit.

Mehr Fragen haben sowohl SPD als auch CSU an das Konzept für die Wegebeziehungen im Untergrund. Alexander Reissl: „Im ersten Untergeschoss scheint es funktionale Mängel zu geben.“ Sein Kollege von der CSU, Josef Schmid, war vor einigen Wochen bei der Präsentation im kleinen Kreis dabei: „Wir waren alle baff und haben uns ernsthaft gefragt, ob das überhaupt so gut ist wie der jetzige Zustand.“ Die Bahn gibt sich offen für Anregungen und Kritik. Es handle sich ja um einen Entwurf. Betont werden die Vorzüge der „modularen Bauweise“ bei laufendem Betrieb. So bestehe nicht die Gefahr, dass sich 2018 eine Baugrube am Ende der Gleise auftut. In zwei bis drei Jahren soll Baubeginn sein, beendet sein könnte das Projekt 2021.

Barbara Wimmer

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