Hauptbahnhof: Baustelle bis 2013!

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Wo jetzt der unzeitgemäße „Charme“ der 70er-Jahre vorherrscht (unten), soll es ab Januar 2014 hell, modern und freundlich zugehen

München - Der Umbau der U-Bahn am Hauptbahnhof geht in die nächste Phase: Seit April arbeitet die MVG an der Dichtung, damit es nicht mehr bis in den Untergrund regnet - jetzt kommt das U-Bahn-Zwischengeschoss dran.

 „Unser Ziel ist, die in die Jahre gekommene Verteilerebene zu entrümpeln“, sagt MVG-Chef Herbert König. Bis 2013 dauern die Arbeiten. Ab Montag geht es im zweiten Unterschoss mit der Sanierung der Tiefgarage los, die bis zum Herbst geschlossen bleibt.

Der weitere Verlauf:

Die Arbeiten: Etwa eine Woche später will die MVG im Zwischengeschoss anfangen. Die Arbeiter sperren den südlichen Zugang zur Fußgängerzone in der Schützenstraße und einen Teil des Zwischengeschosses. Dort wird die Baustelle mit Nachschub versorgt: Ein kleiner Kran lädt die Baustoffe von der Oberfläche auf einen Gabelstapler, der das Material nach unten fährt. Die nördliche Treppe zur Schützenstraße soll offen bleiben. Sobald dieser sogenannte Logistik-Stützpunkt eingerichtet ist, zieht die Wanderbaustelle durch das ganze Zwischengeschoss. Stück für Stück reißen die Arbeiter alles raus - Decken, Fassaden, Boden, Kabel und Kioske. Dann bauen sie alles neu auf. Die Wanderbaustelle wird immer mit Wandplatten vom Geschoss getrennt. Kleinere Umwege sind laut MVG nötig.

Der Neubau: Der mittlere Bereich soll frei bleiben, Geschäfte kommen nur auf die Westseite zum Hauptbahnhof hin. Auf der Ostseite Richtung Stadt sollen Schaukästen und Ticketautomaten entstehen. An der Decke ersetzen versteckte LED-Lämpchen die kalten Neonröhren. Die Schilder sollen durch dezente Lichtstreifen auffälliger und besser lesbar sein. In punkto Sicherheit kommen Notfallsäulen, Sprinkler und ein Blinden-Leitsystem dazu.

Das Kundencenter: Die MVG schafft sich ein neues Herz. Im neuen Zwischengeschoss wollen die Verkehrsbetriebe den alten Hauptbahnhof-Infopoint und das Kundencenter in der Poccistraße durch eine neue Zentrale ersetzen.

Die Dichtung: Die Gebäudefugen müssen auf 440 Metern Länge rund um den U-Bahnhof raus, weil Regen und Streusalz daran nagen. Bis Ende Juli dauern die Arbeiten mit einer tiefen Baugrube auf der Nordseite. So lange endet der 58er-Bus bereits an der Haltestelle Hauptbahnhof-Nord. Autos dürfen von der Arnulfstraße nicht nach rechts zum Bahnhofsvorplatz abbiegen.

DAC

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