S-Bahn-Bereich am Hauptbahnhof

Schmuddel-Geschoss wird zur Einkaufsmeile

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Das neue Zwischengeschoss soll hell, luftig und freundlich werden

München - Nach der Sanierung des städtischen U-Bahn-Zwischengeschosses am Hauptbahnhof macht jetzt die Bahn weiter. In den kommenden zwei Jahren saniert sie die Einkaufsebene oberhalb der S-Bahn-Gleise komplett.

Nach der Sanierung des städtischen U-Bahn-Zwischengeschosses am Hauptbahnhof macht jetzt die Bahn weiter. In den kommenden zwei Jahren saniert sie die Einkaufsebene oberhalb der S-Bahn-Gleise komplett. Aus einer schmuddeligen und nach 40 Jahren abgenutzten Passage, die werktäglich von 160 000 Reisenden genutzt wird, soll eine freundliche, moderne Einkaufsmeile werden. Wermutstropfen: Während der Bauarbeiten müssen die Fahrgäste erhebliche Einschränkungen auf sich nehmen.

Heiko Hamannn, Geschäftsleiter von DB-Station & Service: „Die Anlage wurde zu den Olympischen Spielen 1972 in Betrieb genommen. Die ganze Technik, Strom, Wasser etc. entspricht nicht mehr den Anforderungen. Auch der gesamte Brandschutz muss erneuert und verbessert werden. Wir werden insgesamt 24 Millionen Euro in die Sanierung investieren.“ Auch der Aufgang zur Arnulfstraße wird erneuert, verbreitert und bekommt eine neue Rolltreppe. Bei dieser Gelegenheit erhält das S-Bahn-Zwischengeschoss freundliche helle Fußböden und eine hellere Beleuchtung, neue Belüftungen und Heizungen. Hamann: „Die neuen Läden werden mit viel Glas auch viel luftiger werden.“ Die Geschäftsfläche wächst dabei von 2000 auf 2400 Quadratmeter. Hamann: „Dadurch bringen wir 25 statt 22 Geschäfte unter. Insgesamt wollen wir dabei die alten Mieter halten.“

Zunächst jedoch müssen alle Läden für den Umbau raus. Während es für den Backshop Hösl und McDonalds Ersatzhütten oben im Hauptbahnhof geben wird, müssen beispielsweise die Kunden der Hofpfisterei auf den Stachus ausweichen. Zu den weiteren Mietern gehören unter anderem ein Blumenladen und Mister Minit.

Für die Reisenden wird es spätestens von Sommer bis März nächsten Jahres schwierig. Hamann: „Wir müssen den gesamten Mittelteil des Geschosses für die Bauarbeiten sperren. Wer also von der Haupthalle zum Elisenhof will, muss entweder oberirdisch durch die Bahnhofshalle gehen – oder ins S-Bahn-Geschoss runterfahren, zum anderen Ende laufen und dann wieder hoch. Los geht es in den nächsten Tagen ganz harmlos mit der Einrichtung der Baustelle. In den kommenden zwei Monaten schließen nach und nach die Geschäfte. Danach beginnt dann die eigentliche heiße Phase der Bauarbeiten.

Karl-Heinz Dix

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