Obwohl gegen ihn ein Haftbefehl vorlag

Ganove verschickt Fax aus Polizeiwache

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München - Wenn man von der Polizei gesucht wird, sollte man nicht unbedingt in einer Wache fragen, ob man von dort aus ein Fax verschicken darf. Diese Lektion lernte jetzt ein Iraker (24).

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Wie die Bundespolizei mitteilt, klingelte der junge Mann am Samstag an der Tür der Bundespolizeiinspektion München am Hauptbahnhof. Er fragte die Beamten, ob er von der Inspektion aus ein Fax verschicken dürfe. Das gestatteten die Polizisten nur zu gerne: Während der Mann das Faxgerät benutzte, hatten sie nämlich Zeit, seine Personalien zu überprüfen.

Und Bingo! Laut Fahndungscomputer lag gegen den Iraker ein Haftbefehl vor. Er wurde wegen des Erschleichens von Leistungen vom Amtsgericht München gesucht. Die Ersatzfreiheitsstrafe belief sich auf 20 Tagessätze, was der Summe von 360 Euro entsprach. Nachdem der Ganove diesen Betrag in der Polizeiwache gezahlt hatte, durfte er als freier Mann wieder gehen.

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Am Sonntag schnappte die Bundespolizei bei einer Kontrolle um 19.15 Uhr noch eine Frau (26), gegen die gleich zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Coburg vorlagen. Beide Male ging es um Erschleichen von Leistungen. In diesem Fall hätte sich die Frau, die im Übrigen sternhagelvoll war (2,61 Promille) ihre Freiheit für 978 Euro erkaufen können. Weil weder sie noch jemand aus ihrem Umfeld diesen Betrag aufbringen konnte, wanderte sie für 51 Tage in den Knast.

fro

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