Mordkommission ermittelt

Massenschlägerei mit Fußball-Fans am Bahnhof

München - Massenschlägerei am Hauptbahnhof: Fußballfans sind mit einer Gruppe von zwei Männern und zwei Frauen aneinandergeraten. Die Situation eskalierte. Jetzt ermittelt die Mordkommission.

Am Samstag, 15. Dezember, gegen 6.20 Uhr, traf in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofes eine Gruppe von mehreren Bayernfans, die nach Angaben der Polizei teilweise Stadionverbot haben, auf zwei Männer und zwei Frauen. Nach Angaben der Polizei soll es sich um vier Mitglieder der Ultra-Gruppierung Schickeria handeln. Die Schickeria übermittelte der tz folgende Stellungnahme: "Die vier Beschuldigten sind keine Mitglieder der Schickeria."

Die Männer und Frauen unterhielten sich ohne Bezug zu den Fußballfans über Hooligans. Offenbar verärgert darüber griffen die Fußballanhänger die Vierergruppe an und schlugen zunächst auf einen 21-Jährigen sowie einen 23-Jährigen ein.

Der 21-Jährige eilte dem 23-Jährigen zu Hilfe und wurde daraufhin wieder von den Fußballfans niedergeschlagen. Im Laufe der Auseinandersetzung verteidigte sich der 21- Jährige mit einem Messer und fügte dabei einem 23- Jährigen und einem 21-jährigen Angreifer eine Stichverletzung am Rücken bzw. eine Schnittverletzung an der Hand zu. Er selbst verletzte sich beim Versuch, den Angreifern zu entkommen, ebenfalls an der Hand. Anschließend flüchtete er zu einem Infopoint in den Münchner Hauptbahnhof und wartete dort auf Aufforderung einer Bahnangestellten das Eintreffen der Polizei ab.

Die Beamten konnten neben dem 21-Jährigen auch die Angreifer vorläufig festnehmen. Die Mordkommission München hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wird die Messerattacke von Seiten der Staatsanwaltschaft München I als Notwehrhandlung gewertet. Damit wird gegen den 21-Jährigen kein Haftbefehlsantrag gestellt.

Gegen die vier festgenommenen Fußballfans ergingen Haftbefehle wegen gefährlicher Körperverletzung, die jedoch durch das Amtsgericht München außer Vollzug gesetzt wurden.

Die verletzten Angreifer bedurften lediglich einer ambulanten Behandlung, der geschädigte Messerstecher befindet sich noch in stationärer Behandlung.

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