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Am Hauptbahnhof: Schäferhund beißt Chihuahua blutig – beiden Haltern droht jetzt Ärger

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Von: Thomas Eldersch

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Vorfall am Hauptbahnhof in München
Die Bundespolizei musste am Münchner Hauptbahnhof einschreiten, als sich zwei Hunde und ihre Besitzer in der Wolle gekriegt haben. © Martin Schutt/dpa/Symbolbild

Ein kurzer Biss unter zwei Hunden und der anschließende Streit zwischen den Haltern zog am Donnerstag eine große Menschenmenge am Hauptbahnhof an.

München – Ein kurzer unachtsamer Moment und schon hatte ein Schäferhund einen Chihuahua am Münchner Hauptbahnhof gebissen. Sein Halter versuchte dem verletzten Hund zu helfen und rastete dabei immer mehr aus. Am Ende konnten ihn noch nicht einmal die Polizisten beruhigen. Jetzt droht beiden Besitzern Ärger – gegen sie wird ermittelt.

Schäferhund beißt Chihuahua am Münchner Hauptbahnhof blutig

Die Polizei wurde am Donnerstagnachmittag erst auf den Vorfall aufmerksam, als Reisende sie über einen blutenden Hund vor der Toilettenanlage im Zwischenstock des Münchner Hauptbahnhofs informierten. Aber was war passiert? Laut dem Pressebericht der Bundespolizei München traf am Fuß der Treppe eine 27-jährige Frau aus Kempten mit ihrem angeleinten Schäferhund auf zwei Kroaten mit ihrem frei laufenden Chihuahua. Als sich der kleinere Vierbeiner dem großen näherte und beschnupperte, war noch alles in Ordnung. Irgendwas muss dem Schäferhund allerdings nicht gepasst haben, denn er biss plötzlich zu. Der Chihuahua lag am Ende zitternd und blutend am Boden.

Der 33-jährige Besitzer aus Milbertshofen eilte seinem Hund sofort zu Hilfe. Er versuchte ihn zu versorgen, wurde aber währenddessen immer aggressiver gegen die 27-Jährige aus dem Allgäu. Wilde Schimpftiraden musste die Frau über sich ergehen lassen. Selbst als die Beamten vor Ort eintrafen, beruhigte sich der Mann nicht. „Laut schreiend und wild gestikulierend ging er auf die Bundespolizisten zu und stieß einem mit der Hand gegen die Brust“, heißt es in der Pressemitteilung. Er wurde daraufhin auf den Boden gedrückt und gefesselt. Auch hier wehrte sich der Mann nach Leibeskräften.

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Nach Hundebiss: Gegen beide Besitzer wird ermittelt

Auf der Wache stellte sich heraus, dass der 33-jährige, unter Schock stehende Kroate dazu noch 1,7 Promille Alkohol im Blut hatte. Sein Chihuahua wurde derweil in durch die Tiernotrettung in die Chirurgische Tierklinik gebracht. Wie es ihm inzwischen geht, war zunächst nicht bekannt. Durch die Szene, die der Kroate machte und der anschließenden Festnahme versammelten sich viele Schaulustige im Untergeschoss. Der Kroate konnte kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Inzwischen hat die Bundespolizei Ermittlungen gegen beide Halter aufgenommen. Der Kemptenerin wirft man fachsprachlich „Sachbeschädigung an einem Hund“ vor. Der 33-Jährige muss sich wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Weiter weist die Bundespolizei München darauf hin, „dass die DB-Bahnhofsordnungen vorschreiben, dass Hunde im Bereich von Bahnanlagen angeleint oder anderweitig gesichert transportiert werden müssen.“ (tel)

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