Festival-Treff am Hauptbahnhof

10.000 reisen zum Reggae-Summer

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Rund 10.000 Besucher brachen am Donnerstag vom Münchner Hauptbahnhof zum Chiemsee-Reggae-Summer auf.

München - Abreise zum Chiemsee-Reggae-Summer: Vom Münchner Hauptbahnhof brachen am Donnerstag mehr als 10.000 Besucher nach Übersee auf. Die Polizei zieht Bilanz:

Am Donnerstag überwachte die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof über den gesamten Tag die Bahn-Abreise von mehr als 10.000 Personen zum Chiemsee-Reggae-Summer-Festival. Insgesamt verzeichnete die Bundespolizei einen friedlichen Verlauf. Mit einzelnen Straftaten musste sie sich aber doch beschäftigen.

Gegen 12 Uhr fiel den Beamten erstmals ein alkoholisierter 19-Jähriger auf, der durch einen Bauzaun hindurch auf den Bahnsteig urinierte, obwohl nur fünf Meter von extra aufgestellten Toilettenhäuschen entfernt. Der aus dem Landkreis Deggendorf stammende Mann wurde mit 15 € gebührenpflichtig verwarnt. Er bezahlte bar, war jedoch uneinsichtig und aufbrausend.

Bilder: Aufbruch zum Chiemsee-Reggae-Summer

Bilder: Aufbruch zum Chiemsee-Reggae-Summer

Gegen 14 Uhr war der Mann immer noch im abgesperrten Abfahrbereich und fiel dadurch auf, dass er Reisende anpöbelte, vorbeigehende vereinzelt bespuckte. Aufgrund starker Alkoholisierung konnte er sich kaum mehr auf den Beinen halten, wurde von anderen Reisenden aufgrund der Enge teilweise mitgeschleift. Von den Bundespolizisten angesprochen, reagierte er verbal aggressiv. Er hatte erkennbare Koordinationsprobleme. Die Beamten nahmen ihn in Schutzgewahrsam. Dagegen wehrte sich der 19-Jährige massiv und schrie lautstark umher. Streckenweise mussten ihn die Beamten Richtung Wache tragen. Dort ergab ein Atemalkoholtest beachtliche 2,51 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einigen Stunden Schlaf in der Ausnüchterungszelle konnte der inzwischen wieder ansprechbare junge Mann gegen 18.10 Uhr die Reise Richtung Chiemsee fortsetzen. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz hat die Bundespolizei bei fünf der Festivalreisenden festgestellt:

Gegen 08.00 Uhr hatte ein 19-jähriger Türke aus Regensburg am Münchner Hauptbahnhof versucht, mit einem brennenden Joint an Einsatzkräften der Bundespolizei vorbeizugehen, um die Regionalbahn Richtung Chiemsee zu erreichen.

Sein Begleiter, ein 19-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Regensburg, wurde ebenfalls einer Kontrolle unterzogen. Bei ihm wurde eine Fotofilmdose mit 8,1 Gramm Marihuana im Rucksack aufgefunden.

Gegen 12.50 Uhr fiel am Querbahnsteig ein sichtlich nervöser junger Mann auf. Der 25-jährige Nürnberger gab bei der Kontrolle zu, Betäubungsmittel in Form von Marihuana mitzuführen. Er händigte den Bundespolizisten ein Klipptütchen mit Marihuanablüten aus. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Bundespolizisten zusätzlich eine Marihuanazigarette und zwei Plastikfläschchen mit Marihuanapflanzen.

Gegen 16.15 Uhr fielen in einer Toilettenanlage am Hauptbahnhof ein 26-jähriger Deutscher und ein 32-jähriger Grieche auf, die dort Heroin konsumiert hatten. Bei der Durchsuchung der beiden in München wohnenden Männer fanden die Beamten weitere 0,8 Gramm Heroin.

In allen Fällen wurden die Betäubungsmittel sichergestellt. Die Männer erwarten Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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