Bundespolizei ermittelt

Rolltreppe: Drängler verletzt 55-Jährige

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München - Ein 22-Jähriger, der am Hauptbahnhof München die Rolltreppe hinab rannte, hat eine Frau und ein Kind gestreift, die dadurch hingefallen sind. Dann ist er gegangen und hinterließ lediglich einen Zettel.

Der Rempler kam so überraschend, dass sich die Frau nicht mehr auf den Beinen halten konnte: Auf einer Rolltreppe im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs ist eine Großmutter (55) aus Töging am Inn mit ihrem kleinen Enkel (4) am Mittwochmittag schwer gestürzt.

Großmutter, Mutter und der kleine David kamen um 12.45 Uhr von der S-Bahn und wollten mit der Rolltreppe in den Hauptbahnhof hinauffahren. Da erschien plötzlich hinter ihnen ein junger Mann, der es wahnsinnig eilig hatte. Er rief „Entschuldigung“ und quetschte sich im gleichen Moment an der Familie vorbei. Die 55-Jährige hatte den Handlauf schon losgelassen, wurde angerempelt und verlor das Gleichgewicht. Rücklings stürzte sie die Treppe hinunter, zog sich schmerzhafte Zerrungen im Nacken sowie am Rücken zu und schlug sich drei Finger an den scharfen Stahlkanten der Stufen auf. Enkelchen David, den sie an der Hand gehalten hatte, wurde mitgerissen und fiel weich auf seine Oma. Allerdings trug auch er eine Platzwunde auf der Stirn davon.

Der Drängler – ein 22-Jähriger aus Ingolstadt – hinterließ immerhin noch seine Personalien. Dann rannte der junge Mann, der an diesem Tag Geburtstag hatte, zum Zug. Auf das Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst wartete er nicht mehr. Die Bundespolizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen ihn. Der kleine David hat den Schrecken fast schon wieder vergessen. Seine Großmutter dagegen hatte gestern noch große Schmerzen.

Dorita Plange

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