Einbruch sogar im Hospiz

Hausmeister gesteht Diebes-Tour vor Gericht

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Stehen nun vor Gericht: Die beiden Einbrecher gestehen ihre Taten.

München - Ohne Türen aufzubrechen, drang das Duo in Wohnungen ein und richtete Schaden von mehr als 100.000 Euro an. Auch vor einem Hospiz machen die Männer nicht halt.

Als Hausmeister kannte er sich in etlichen Wohnungen aus. Das Vertrauen seiner Kunden soll Boris T. (46) aber schamlos ausgenutzt haben. Und brach laut Anklage der Staatsanwaltschaft 23 Mal in München und Umgebung ein. Komplize Zoltan K. (42) soll ihm geholfen haben. Seit Donnerstag wird den beiden Männern am Landgericht der Prozess gemacht.

Bereits im Mai 2013 starteten sie ihre Einbruchsserie und besorgten sich laut Anklage den Schlüssel zu einem Haus in der Tannwaldstraße – und stahlen später Goldschmuck im Wert von rund 18.000 Euro. Mutmaßlich legten sie dort auch Feuer, um ihre Spuren zu verwischen, was die Männer aber entschieden bestreiten. Elf Einbruchsfälle in München und dem Umland wollen sie aber gestehen.

Schaden von mehr als 100.000 Euro

Ihre Masche war immer dieselbe: Über die Tiefgarage oder gar durch die Haustüre drangen die Täter in die Wohnungen ein. Aufbrechen mussten sie die Türen nie, den Zugang verschafften sie sich stets dienstlich. Innen nahmen sie Computer, Uhren, teuren Wein und Haushaltsgeräte mit. Der Schaden: insgesamt rund 106.000 Euro.

Besonders makaber: Sogar vor einem Hospiz in der Effnerstraße machten die Täter nicht Halt! Dort soll Boris T. den Personalausweis eines verstorbenen Patienten an sich genommen haben. Bei Witwe Liesl K. (Name geändert) knackte er mutmaßlich den Tresor ihres verstorbenen Gatten! Am Montag wollen T. und K. aussagen.

A. Thieme

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