Der Haxn ist schon wieder weg

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So eine Schweinerei: Die Zähne sind noch alle da – doch der Haxn ist schon wieder weg!

München - So eine Wildsau hat es aber auch nicht leicht: Beim Bronze-Eber des Jagd- und Fischereimuseums in der Fußgängerzone ist schon wieder der Haxn weg.

Jeder kennt ihn, den überlebensgroßen Bronze-Eber vor dem Jagd- und Fischereimuseum in der Fußgängerzone. Die Figur wirbt gemeinsam mit einem Riesen-Wels für die Sammlung im ehemaligen Augustiner-Kloster in der Neuhauser Straße.

Anfang August 2010 wurde das Borstenvieh Opfer eines einmaligen „Wildunfalles“ – ein Lastwagenfahrer hatte beim Rangieren zwar auf die Kinder geachtet, die immer um das Bronze-Schwein herumtoben, doch den über den Steinsockel ragenden Haxn hatte er übersehen – Knirsch! Und schon hing das Bein weg, nur noch eine dünner Metallsteg verhinderte, dass es zu Boden purzelte.

Um aus den dreibeinigen Keiler wieder einen ganzen Kerl zu machen, rückten fünf Wochen später Bildhauer Martin Mayer – er hatte das Tier erschaffen – mit dem Schweißer Martin Louis an, um den Keiler das amputierte Bein wieder anzuschweißen.

Doch wie es nun mal bei Operationen so ist, geschehen hin und wieder auch Kunstfehler. Vorige Woche hing der Haxn wieder locker vom Schweine-Hintern. „Die Schweißnaht hatte sich gelockert“, berichtet der Direktor des Jagd- und Fischereimuseums, Manuel Pretzl der tz. „Es ist halt so, dass da stets Kinder herum tollen, vielleicht haben sie dabei das Bein wieder gelockert.“ Damit es nicht herunterfällt oder sich unversehens ein Haxn-Freund findet, der das Bein mitgehen lässt, wurde der lockere Fuß vorige Woche wieder amputiert und lagert derzeit in der Museums-Werkstatt.

Pretzl: „Natürlich kommt das Bein so schnell wie möglich wieder dran.“ Dieses Mal soll der Haxn aber halten. „Dann können die Kinder wieder ungestört an ihm herumtoben.“

Johannes Welte

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