Geburtsstationen überlastet

Hebammen-Notstand in München? Grüne fordern Maßnahmen 

In München werden immer mehr Babys geboren – doch in Geburtskliniken kommt es zu Engpässen, weil Kreißsäle überfüllt und Hebammen überlastet sind. Die Grünen fordern jetzt, dass die Stadt handelt. 

München - 2014 wurden rund 800 Frauen kurz vor der Geburt von Krankenhäusern abgewiesen, weil Kapazitäten fehlten. 2015 und 2016 stiegen die Geburtenzahlen weiter, auf rekordhafte 18.107 Geburten vergangenes Jahr. Zugleich herrsche ein „Hebammennotstand“, schreiben die Rathaus-Grünen in einem Antragspaket. Auch die Bayernpartei fordert, die Stadt müsse eine ausreichende Versorgung schaffen.

Bei vielen Frauen werde die Geburt eingeleitet, ohne dass ein Bett im Kreißsaal frei sei, so die Grünen. Hebammen müssten drei bis vier Frauen gleichzeitig betreuen. Die hohe Haftpflichtversicherung für Hebammen und die geringe Vergütung führten zu Engpässen bei der Hebammenversorgung. Die Geburtsabteilungen der städtischen Kliniken seien ausgebucht. Auch das Geburtshaus erfreue sich „immens großer Nachfrage“. 

Die Grünen wollen wissen, wie viele Frauen 2015 und 2016 abgewiesen wurden, wie viele Hebammen fehlen und welche Möglichkeiten das Gesundheitsreferat (RGU) sieht, dem Notstand zu begegnen. Sie fordern ein Stadtratshearing zur Situation. Zudem soll sich der Oberbürgermeister beim Freistaat dafür einsetzen, dass der Hebammenberuf attraktiver gemacht wird. Die Bayernpartei fordert, der vom RGU eingerichtete Runde Tisch solle schnell Maßnahmen entwickeln.

chu

Rubriklistenbild: © dpa

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