Münchner Wissenschaftler beweist, wie gesund sie ist

Die Heilkraft der Sonne

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Es wird heiß in München - und die Sonne ist laut einem Münchner Wissenschaftler auch noch gesund für uns - also nichts wie ab zum Badesee! Diese beiden Badenixen machen es vor.

München - Endlich ist dieser Sommer ein einziger Traum! Am Donnerstag erwartet uns der heißeste Tag des Jahres, mit Temperaturen über 32 Grad.

Behörden geben Hitzewarnungen aus, Ärzte warnen vor Hautkrebs. Doch ein Münchner Wissenschaftler würde selbst heute am liebsten alle Menschen mindestens 10 bis 15 Minuten in die pralle Sonne schicken. Dr. Nicolai Worm (58) verweist auf neueste Studien in aller Welt und erklärt: „Sonnenlicht hält uns gesund und kann uns sogar heilen.“

Lust auf Sommer, Sonne, Strand & Meer?

Bikini-Bademoden
Mit diesen sexy Bademoden-Trends sind Sie in diesen heißen Sommertagen bestens gekleidet. Neckische Details, Farben und Formen - sehen Sie selbst.  © dpa
Bikini-Bademoden
Abwechslungsreich wie die Natur: Bikini-Mode auf der Fashion Week 2009 in Bangkok.  © dpa
Bikini-Bademoden
Ein Blumen-Meer: Florale Prints passen sich perfekt den gegebenen Formen an.  © dpa
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Sexy Einteiler in Moosgrün: Für Bikini-Muffel eine Alternative aus Japan.  © dpa
Auch ein schöner Rücken kann entzücken...
Auch ein schöner Rücken kann entzücken... natürlich eingerahmt von farbenfrohen Blüten.  © dpa
Bikini-Bademoden
Ein Bikini ist mehr als ein Stückchen Stoff: Dieser ist auch zur Happy-Hour tragbar.  © dpa
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Bestzeit in Bestform: Ein Flag-Bikini für Formel-1-Fans.  © dpa
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Da geht einem die Düse: Rosa oder gelb, Hauptsache mit Blümchen.  © dpa
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Brasilianische Modetrends am Copacabana Beach.  © dpa
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Bondage-Style ist nur etwas für Frauchen ohne Problemzonen.  © dpa
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Einer für alles: Mit diesem Teil kann man Beach-Volleyball spielen oder nur am Strand lümmeln.  © dpa
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Sitz, wackelt und hat Luft: Dieser Badeanzug ist alles andere als altbacken.   © dpa
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Immer im Trend: Scharfe Bikini-Grazien. Im Bikinihöschen von Ursula Andress und US-Star Halle Berry steckt ein breites Messer.  © dpa
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Im zeitlosen weißen Bond-Klassiker macht jeder, wie Eva Padberg (2005), eine gute Figur.  © dpa
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Gleichberechtigung: Einen Anzug zum Baden gibt's 2009 auch für Männer.  © dpa
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Gewagt untertauchen: Pailletten-Top & Blumen-Boxer vom mexianischem Designer Sergio Alcala.  © dpa
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Erinnert an die 80er: Der Prada Badeanzug  © dpa
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Ist alles Gold was glänzt? Schwimmerin Pamala Anderson auf den Cat-Walk mit Designer Rich.  © dpa
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Symbol-Figur für den roten Badanzug: Rettungsschwimmerin Pamela Anderson (1995). Badeanzüge sind wieder im Kommen...  © dpa

Der Ernährungswissenschaftler und Hochschul-Professor plädiert natürlich für ein „maßvolles Sonnen“ und klagt zugleich: „Wir haben die Sonne aus unserem Leben verbannt!“ Wir leben quasi im Dunkeln, im neonbeleuchteten Büro, im Fitnesscenter, im Auto, trauen uns nur noch mit höchstem Lichtschutz raus. Selbst Kinder werden schon zur Schule und zum Sport chauffiert, sitzen „stundenlang vor der Glotze oder vor dem Computer“. Spielen im Freien und Sonne satt war gestern. Die Folge: 80 Prozent der Deutschen bekommen bereits zu wenig Sonnenlicht.

Pflanzen jedoch gehen ohne Licht ein – Menschen auch. Davon ist Dr. Nicolai Worm überzeugt. Denn durch die Sonnenstrahlen wird Vitamin D in unserer Haut gebildet. Das Wunder-Vitamin ist eigentlich ein Hormon, das wiederum in fast allen Geweben und Organen unseres Körpers wirkt und „spezifische Gene anknipsen kann“. Umgekehrt ausgedrückt: Ein Mangel ist ein Risikofaktor – für fast alle Zivilisationskrankheiten von Bluthochdruck, Depressionen bis Krebs.

Damit nicht genug: Vitamin D macht auch die Knochen hart und die Muskeln stark. Nicht nur für Kinder ist das lebenswichtig. Denn erst durch das Hormon kann der Körper Calcium aufnehmen und ein starkes Skelett bilden. Fehlt es, kommt es zur Knochenerweichung – einer Krankheit, unter der immer mehr Erwachsene leiden. Brüche sind die Folge. Ausreichend Sonne macht uns auch widerstandsfähiger gegen Viren-Attacken, schützt vor Grippe und Co.

Dr. Nicolai Worm appelliert: „Gerade im Sommer sollten wir Sonne tanken, damit sich im Blut ein Vitamin-D-Speicher bildet.“ Von 10 bis 15 Uhr ist die ideale Sonnenzeit, ab Oktober sind die Strahlen nicht mehr kräftig genug. Dann hilft nur noch eine ausgewogene Ernährung mit Fisch wie Lachs oder Hering, die viel vom Wunder-Vitamin enthalten, oder notfalls der Griff zu Präparaten aus der Apotheke.

Am besten wär’s, wir könnten uns an den Chamäleons ein Beispiel nehmen. Leiden die Echsen unter Vitamin-D-Mangel, pilgern sie in die Sonne. Ein Sensor in ihrem Gehirn bewegt sie dazu.

Zurück zu uns Menschen. Noch ein Tipp in Sachen Bikini-Figur gefällig? Je mehr Vitamin D vor einer Diät im Körper ist, desto erfolgreicher ist das Abspecken. Das Hormon soll insbesondere Bauchfett schmelzen lassen. Doch die beste Nachricht ist: Wer immer ausreichend Vitamin D gespeichert hat, soll sogar länger leben!

Herz, Kreislauf & Blutdruck

Langzeit-Studien in Deutschland belegen: Wer zu wenig Sonne tankt und damit einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel hat, hat ein bis zu 220 Prozent höheres Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Insbesondere Senioren sind davon betroffen. Für sie ist die starke Sommersonne doppelt wichtig. Denn Vitamin D senkt nebenbei auch noch den Blutdruck.

Krebs

Wer sich häufig unter freiem Himmel in der Sonne aufhält, hat ein geringeres Krebs-Risiko. Das haben Forscher in jahrzehntelangen Untersuchungen herausgefunden. Entscheidender Faktor ist auch hier das durch die Sonne gebildete Vitamin D im Körper, das offensichtlich vor Krebs schützt. Deutlich ist dieser Effekt bei Darmkrebs, Prostata- und Bauspeicheldrüsen-Krebs. Zudem hatten laut einer Studie Krankenschwestern, die ausreichend Vitamin D im Blut hatten, ein 30 Prozent geringeres Brustkrebs-Risiko.

Diabetes

Diabetes, die Zuckerkrankheit, ist zu einem wahren Volksleiden geworden. Doch nicht nur Veranlagung, Bewegungsmangel und Übergewicht führen zu den verschiedensten Formen der Erkrankung. Auch die Sonne ist ein wichtiger Faktor. Besser gesagt: der Mangel an Sonnenlicht und damit an Vitamin D. Eine Studie mit Kindern zeigt: Wer im ersten Lebensjahr ausreichend Sonne getankt hat, hat Jahrzehnte später ein um 78 Prozent geringeres Diabetes-Risiko.

Alzheimer und Parkinson

Ob Alzheimer oder Parkinson – beim Auftreten und Verlauf dieser Krankheiten spielt auch Vitamin-D-Mangel eine Rolle. Das haben Forscher jetzt herausgefunden. Alzheimer und Parkinson sind Nervenleiden, unsere Nervenzellen im Gehirn haben aber spezielle Vitamin-D-Rezeptoren. Sprich: Ihre Funktion ist wohl auch von diesem Wunder-Vitamin abhängig. Experte Dr. Nicolai Worm: „Eine dauerhafte Unterversorgung kann zwangsläufig nicht ohne Folgen bleiben.“

Depressionen

Die Sonne macht uns glücklich – so banal das klingen mag. Denn das helle Sonnenlicht setzt über die Netzhaut Glücksgefühle im Gehirn frei. Im Winter ist’s genau umgekehrt: Die ewige Dunkelheit drückt aufs Gemüt. Fakt ist: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Lichtmangel und Depressionen. Die Medizin versucht Kranken unter anderem mit speziellen Lichttherapie-Geräten Linderung zu verschaffen.

C. Detsch

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