Nach der Wiesn flogen die Fäuste

6000 Euro Strafe für den Ferch-Schläger

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Nach Schlägerei mit Schauspieler Heino Ferch: Markus S. (l.) wurde freigesprochen. Steve R. (r.) muss 6000 Euro zahlen.

München - Erst flogen die Eiswürfel, dann die Fäuste. Schauspieler Heino Ferch (52) geriet nach einem Wiesn-Besuch im vergangenen Jahr im Heart-Club am Lenbachplatz (Innenstadt) in eine Schlägerei. Jetzt gab es das Urteil.

Am Montag wurde der Ex-Fußballprofi Steve R. (32) vor dem Amtsgericht in dieser Sache wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Einen Freispruch gab’s für Kumpel Markus S. (31) – aus Mangel an Beweisen.

Heino Ferch und seine Frau.

Ferch selbst war nicht anwesend. Er hatte schon beim Prozessauftakt im September ausgesagt. Ferch betonte, der erste Schlag sei von seinem Gegenüber ausgegangen. Dieser behauptete das Gegenteil. Am Ende sprachen Chat-Protokolle gegen Steve R. Demnach schrieb er einem Bekannten per Handy: „Ich hoffe, es gibt keine Videoaufnahmen. Ich habe Mist gebaut.“ Seine beiden Verteidiger forderten Freispruch, weil die Zeugenaussagen nicht eindeutig genug waren. Für Richterin Margret Eisenmann aber war der Fall klar. Steve R. muss 6000 Euro Strafe zahlen.

An jenem 28. September 2014 herrschte dichtes Gedränge in der Disko, als Steve R. und Markus S. mit Ferch aneinander gerieten. Erst gab’s Beschimpfungen, Eiswürfel flogen durch die Luft. Dann schlug R. nach Einschätzung des Gerichts zu. Ferch ging zu Boden, wo er laut eigener Aussage mit Tritten malträtiert wurde. Erst als sich seine Ehefrau Marie-Jeanette auf ihn warf, konnte die Situation beruhigt werden. Ferch erlitt Prellungen, Blutergüsse und Platzwunden. An Ellbogen und Knien zog er sich Schnittwunden durch Scherben zu.

Deshalb stand er für einen Filmdreh nicht zur Verfügung. Ferchs Ausfallversicherung fordert 300 000 Euro Schadensersatz.

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