Heiß brodelnd: So waren Amplifier in der Kranhalle

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München - Alles einsteigen, Taucherglocke zu – und ab in die Tiefsee, wo der Octopus zum Engtanz bittet: So war Amplifier in der Kranhalle.

Das ist sie, die „Amplifier“-Experience. Das progressiv-psychedelische Trio aus Manchester umschlang am Montagabend die Kranhallen-Besatzung. Mit Haut, Lang- und Resthaaren. Und grad schee war’s!

Mal brachial wummernd, dann wieder spacig-hypnotisch - Sel Balamir (Gitarre, Vocals), Neil Mahony (Bass) und Matt Brobin (Drums), live unterstützt von Ex-Oceansize-Gitarrist Steve Durose, zelebrierten ihre Mischung aus Stonerrock und Tool'schen Klanguniversen. Vom Opener und „Octopus“-Video „The Wave“ bis zur letzten Zugabe „Airborne“ vom selbstbetitelten 2004er-Debut spannte sich der Bogen. Danach wusste jeder, dass hier wohl eine der am meisten unterschätzten Rockbands des Planeten ihr Werk verrichtet hatte. Oder wie Balamir in „Airborne“ singt: „Well I’m just an animal just like you. In a laser beam and a human being. With more fire than the belly of the sun.“

Heiß brodelt es im Bauch des Achtarms. Fest klebt der Saugnapf, schwer wogt der Rhythmus. Wer’s nicht glaubt, muss hören und kaufen. Oder eben weiter im Flachen tauchen.

Ludwig Krammer

Setlist: The Wave, Interglacial Spell, Planet of Insects, The Octopus, Interstellar, The Emperor, Fall of the Empire, Trading Dark Matter on the Stock Exchange Zugaben: Continuum, MotorHead, UFOs, Airborne

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