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Heizkraftwerk Süd: Kamin kann weg

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Der Turm am Heizrkaftwerk muss weichen. 

Der Kamin am Heizkraftwerk Süd wird abgerissen. Der Stadtrates hat dem zugestimmt. Damit ist die Möglichkeit einer kulturellen Nutzung vom Tisch – sehr zum Unverständnis der Grünen.

Die Fraktion hatte mittels Antrag noch versucht, den Abriss zu verhindern. Denn Kulturveranstalter Daniel Hahn hatte Vorschläge für eine alternative Nutzung eingebracht. Demnach wären neben einem Café auch ein Museum auf der Plattform denkbar. Hahn hatte mit dem Projekt „Alte Utting“ unter Beweis gestellt, dass er im Stande ist, ungewöhnliche Konzepte umzusetzen.

Einen Erhalt des Kamins am Heizkraftwerk lehnen die Stadtwerke München (SWM) als Eigentümerin jedoch ab – zum einen aus finanziellen Überlegungen, zum anderen aus Gründen der Sicherheit (wir berichteten). Grünen-Stadträtin Anja Berger fand Hahns Idee hoch spannend, die Stadt müsse aufgeschlossener und mutiger mit derlei Vorstößen umgehen. Die Ablehnung der SWM könne sie nicht nachvollziehen. „In Kopenhagen gibt es ein Kraftwerk, auf dessen Dach man Skifahren kann.“ Und die Kosten für die Sanierung des Kamins hätte Hahn übernommen. Die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag.

Der Technische Geschäftsführer der SWM, Helge-Uve Braun, sagte im Ausschuss, dass es nicht nur um die Sanierungskosten gehe, sondern auch um laufende Kosten. Ferner kenne er die dänischen Gesetze bezüglich der Betriebssicherheit nicht. „Ich kenne nur die deutschen, und die sind streng.“ Obendrein sei im Umbau des HKW der Abriss des Turms auch deshalb vorgesehen, da ein Verbleib den Bauablauf massiv stören würde. Horst Lischka (SPD) stieß ins gleiche Horn. Auch wenn ihn das Konzept der „Alte Utting“ überzeuge, sei das Projekt am Kamin aus rationalen Überlegungen abzulehnen. „Es gibt Sicherheitsvorschriften, die einzuhalten sind.“

CSU-Stadtrat Richard Quaas ergänzte, dass ein Kraftwerk in Betrieb mit einer kulturellen Nutzung nicht kompatibel sei. Zudem: „Das finanzielle Risiko ist nahezu unerschöpflich, auch wenn die Idee charmant ist.“ Er kenne aber die kreative Szene in München. „Die wird sich etwas anderes einfallen lassen.“ OB Dieter Reiter (SPD) sagte: „Es ist ein charmanter Vorschlag, aber es gibt klare Vorschriften, die kann man nicht einfach negieren.“

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