Helden in der Not ausgezeichnet

Dieser Lebensretter ist erst fünf Jahre alt

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Ein kleiner, großer Held: Wie ein Profi rief Luca Rank, (damals erst fünf) den Notruf, als seine Mama zuhause einen Schlaganfall erlitten hatte.

München - Vier Bürger aus Bayern haben sich selbst gefährdet, um anderen Menschen zu helfen. Sie wurden dank des mutigen Einsatzes der Retter vor schweren Verletzungen oder gar dem Tod bewahrt.

Für ihr couragiertes Handeln wurden am Freitag Karin Dietrich, Franz Niedermeier, Wolfram Schecher sowie der erst siebenjährige Luca Rank von der Regierung von Oberbayern geehrt. Regierungspräsident Christoph Hillenbrand überreichte im Maximilian-Saal in München den Helden die Urkunde „Öffentliche Anerkennung für eine Rettungstat“.

Luca Rank aus Freising: Mamas Held ist ein Notruf-Profi

Mamas Engel ist Luca sowieso – doch jetzt ist der Siebenjährige auch noch ihr Lebensretter: Als Daniela Rank aus Rudelzhausen (Landkreis Freising) vor zwei Jahren zuhause einen Schlaganfall erlitt, handelte der damals erst Fünfjährige vorbildlich. Trotz großer Angst um seine Mutter blieb Luca ruhig und setzte einen Notruf an der Leitstelle Erding ab. Damit hat der kleine Held seiner Mama das Leben gerettet. Neben der Urkunde erhielt Luca einen Gutschein für eine Flughafen-Tower-Besichtigung – und ein Bussi von der Mama.

Wolfram Schecher: Kletterer hält Seil

Wolfram Schecher, Karin Dietrich und Franz Niedermeier (v.l.).

In der Kletterhalle Heavens Gate in München hatte eine Frau die Kontrolle über das Sicherungsseil ihres Partners verloren. Wolfram Schecher, Ausbilder eines Kletterkurses, erkannte die Situation blitzschnell und hechtete zu dem verbliebenen Rest des Sicherungsseils. Auf dem Rücken liegend, hielt er das Seil fest. Sonst wäre der Kletterer fast ungebremst aus 20 Metern Höhe auf dem ­Boden aufgeschlagen.

Karin Dietrich: Brandrauch in Wohnung

Der Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus vor über einem Jahr in Fürstenfeldbruck hätte schlimme Folgen haben können, hätte Karin Dietrich nicht so schnell gehandelt. Die Bewohnerin lag bereits ohnmächtig in der Wohnung. Lebensretterin Dietrich begann sofort mit der medizinischen Erstversorgung und verhinderte eine Ausbreitung des Brandrauches.

Franz Niedermeier: Drama im Steinsee

Franz Niedermeier aus Ottobrunn bemerkte am 6. August 2012 am Ufer des Steinsees (Landkreis Ebersberg), dass in etwa 100 Meter Entfernung zwei Frauen Hilfe benötigten. Tatsächlich hatte eine der Schwimmerinnen einen Schwächeanfall erlitten. Die andere konnte sie gerade noch über Wasser halten. Zusammen konnten sie die Bewusstlose ans Ufer bringen und die Frau vor dem Ertrinken retten.

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