Helene Fischer bringt Liebe in die Olympiahalle

+
Helene Fischer hat auf ihrer Orchester-Tournee (hier beim Tourstart in Riesa) auch in München Station gemacht.

München - Im Zeichen der Liebe stand der Auftritt von Schlagerstar Helene Fischer. Lesen Sie hier die Kritik zum Konzert in der Münchner Olympiahalle:

Gerade mal sechs Jahre im Geschäft und schon eine „Best of“-Tournee? Ja, das mag selbst Fans von Helene Fischer ein wenig früh erscheinen. Sind solche Aktionen doch meist eher für den Karriereherbst reserviert. Aber wenn ein Justin Bieber im reifen Alter von 16 seine Memoiren veröffentlichen kann, spricht wohl auch bei der blonden Helene nichts gegen eine erste Zwischenbilanz. Immerhin ist die junge Dame derzeit eine der erfolgreichsten Künstlerinnen im deutschen Schlagerbusiness. Und auch die stetig wachsende Fangemeinde hat inzwischen solche Dimensionen angenommen, dass man nach dem letzten Auftritt im Circus Krone diesmal gleich die (zu gut 3/4 gefüllte) Olympiahalle in Beschlag nahm.

Sexy Schlagerstars: Heile Welt und böse Mädchen

Sexy Schlagerstars: Heile Welt und böse Mädchen

Auf der Bühne ist da natürlich alles eine Nummer größer und spektakulärer. Wenn sich der rote Vorhang unter tosendem Applaus öffnet, wird die Sängerin nicht nur von ihrer bewährten Band flankiert, sondern zusätzlich von einem aus Minsk ausgeborgten Orchester, das sie beim „Blick in meine Träume“ begleitet. Und die drehen sich - wie könnte es anders sein - vor allem ums Thema Nr. 1: die Liebe. Drei Stunden heile Welt. Mal verpackt in fluffig weichem Schmusesound, zu dem sich Tänzer im Trockeneisnebel drehen, mal als partytauglicher Power-Schlager. Stets gut gemischt und später noch mit einer Prise Folklore aus Fischers russischer Heimat gewürzt, mit der die Stimmungskurve im Saal weiter nach oben geschraubt wird.

In diesen Momenten zeigt sich der Bühnenprofi ebenso wie im kurzen Musical-Block, der in einer erfreulich kitscharmen Version von „Memory“ gipfelt. Einzig für die rockige Queen-Hommage, hat sie leider weder die passende Stimme noch das richtige Zielpublikum. Und über den allzu brav geratenen Versuch mit Lady Gagas „Pokerface“ verlieren wir besser auch kein überflüssiges Wort. Zumal die Nummer eh schnell zum Schlagersound zurückfindet und damit auf dem Gebiet ankommt, das Helene Fischer eben am besten beherrscht. Fazit: „Das letzte Wort hat nur die Liebe ganz allen.“

Tobias Hell

Auch interessant

Meistgelesen

Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Sperrung auf S4- und S6-Strecke aufgehoben
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare