Das sind die wichtigsten Jobs

So funktioniert die Polizei-Einsatzzentrale

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Polizeidirektor Ralf Molocher (l.) und Vizepräsident Robert Kopp führen die tz durch die 110-Zentrale.
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Das Auge: Oberkommissar ­Thomas Gradl (50) behält an seinem ­Video-Arbeitsplatz mit unzähligen Monitoren die Bilder von 4500 Kameras im Blick. Die Videobilder liefern Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die Verkehrsüberwachung und die Kameras der Münchner Polizei. Thomas Gradl hat die Stadt im Auge und schlägt bei ­Gefahr Alarm.
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Der Psychologe: Hauptkommissar Jürgen Brandl (32) beobachtet, analysiert, liefert Konzepte. Der promovierte Psychologe hat ein spezielles Training für Mitarbeiter der Einsatzzentrale entwickelt. Es hilft den Kollegen, mit emotionalem Stress und Problemsituationen besser umzugehen. Gerade junge Kollegen profitieren von den praxisnahen Übungen.
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Der Einsatzleiter: Sind bei einem Notruf Waffen im Spiel oder VIPs beteiligt? Dann rückt der Höhere ­Beamte vom Dienst (HvD) aus. Auch bei ­Naturkatastrophen oder Stromausfall ist der HvD ­gefragt. Insgesamt rund 430-mal im Jahr. Jens Becker (42), Mitarbeiter des HvD, ­erläutert die Funktion des HvD: „Wenn’s brenzlig wird, braucht es einen vor Ort, der die Fäden zusammenhält.“
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Die Stimme: Wer 110 wählt, landet bei ihr: Birgit Pipo (43) nimmt die Notrufe an und leitet alle weiteren Schritte ein. Sie ist immer direkt am Geschehen, berät, hilft, ­beruhigt.
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Die Schichtleiter: Wolfgang Grünwald (58, r.) und Gerhard Siebenwirth (57) wissen, was in ihrer Schicht passiert. Sie koordinieren die Mitarbeiter und erstellen das Lagebild für München. Der bayerische Innenminister erhält von ihnen alle wichtigen Informationen, sie halten den Pressesprecher auf dem Laufenden.
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Die Schnittstelle: Funkdisponent Christian Scheller (39) ist die Schnittstelle zwischen Notruf und Einsatzkräften. Seine Aufgabe: Den Einsatz koordinieren. Wie viele Polzisten brauchen wir vor Ort? Wer ist wo verfügbar? Scheller weiß es.

München - Mehr als 523.000 Mal wurde 2013 die Notrufnummer 110 gewählt. Doch wie funktioniert eigentlich die Polizei-Einsatzzentrale?

Unfall, Lebenskrise, Einbruch, Mord und Totschlag – 523.695 Mal haben Münchner, Pendler und Touristen im vergangenen Jahr den Notruf 110 gewählt. Das sind 0,3 Prozent mehr Anrufe als 2012. Aber wenn es nach Polizeivizepräsident Robert Kopp geht, immer noch zu wenig: „Die Bürger scheuen sich, die 110 zu wählen. Das wollen wir mit einer neuen Plakat-Aktion ändern.“

Polizeidirektor Ralf Molocher (55) ist der Chef in der Einsatzzentrale. Er erklärt: „Jeder fünfte Notruf wird von Menschen im psychischen Ausnahmezustand geführt. Unsere Kernkompetenz ist Krisenmanagement.“

Im vergangenen Jahr rückte die Polizei nach Notrufen 280.000 Mal aus. 30 Beamte nehmen in vier Schichten die Notrufe aus München und dem Landkreis entgegen. Acht Telefone sind rund um die Uhr besetzt. Insgesamt arbeiten hier 120 Polizisten – sie helfen in der Not!

Molocher und Kopp erklären in der tz die Einsatzzentrale und die wichtigsten Jobs!

Simon Tischer

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