Wie gefährlich ist das?

Heli-Skiing: Ein Restrisiko bleibt

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Bap Koller.

München - Der Traum vieler Skifahrer: Für die Familie Inselkammer hat er sich in den Albtraum verkehrt. Jannik Inselkammer starb beim Heli-Skiing, Skifahren mit Hubschrauber-Transport: Wie gefährlich ist der weiße Rausch?

Die tz hat nachgefragt bei Bap Koller (52), Skilehrer und Reiseveranstalter aus Bodenmais. Mit seiner Firma Outdoor Adventures plant er selber viele Reisen zum Heli-Skiing in Kanada. Er sagt: „Das Thema Sicherheit wird extrem ernst genommen. Das ist das höchste Gut.“ Er sagt aber auch: „Ein Restrisiko bleibt immer – auch wenn dieses Restrisiko sehr klein ist.“ Das Wetter, die Winde, die Temperaturunterschiede, die Schneeschichten: Lawinen sind kompliziert. Und: Anders als in Skigebieten mit Liften sind Sprengungen zur Vorbeugung beim Heli-Skiing kaum möglich. Die Gebiete sind zu groß. Und es geht ja grad drum, auf unberührten Hängen im Tiefschnee zu fahren. Dafür geben die Gäste viel Geld aus: Das geht von 600 Euro für den Tag bis zu 10 000 Euro für die Woche.

Im kanadischen Bundesland British Columbia, wo Jannik Inselkammer zu Tode kam, gibt’s über 20 Anbieter für Heli-­Skiing. Alle sind mit der Lawinen-Zentrale in Revelstoke in Kontakt, man tauscht sich über Wetter und gefährliche Hänge aus. Und: Bei jeder Gruppe ist ein „Heli Guide“ dabei, ein speziell ausgebildeter Skilehrer. Koller sagt: „Im Hintergrund arbeitet ein Sicherheits-Netz. Daran liegt es, dass in 25 Jahren Heli-Skiing in Kanada insgesamt weniger Menschen durch Lawinen umgekommen sind als in einer Saison in den europäischen Alpen beim Tourengehen.“

tz

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