Hellabrunn: Hier entsteht die Baby-Höhle

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Wird hier im Winter das Eisbärenglück perfekt?

München - Ist Giovanna nun schwanger oder nicht? Vieles deutet darauf hin. Im neuen Eisbärgehege wären die Bedingungen für Nachwuchs auf jeden Fall perfekt. Wir haben die Eisbärin besucht.

Viel Platz gibt’s und sogar ein Mutter-Kind-Haus steht auf dem großen Gelände. Die Ausstattung der speziellen Höhle bietet Luxus pur für eine werdende Eisbärmama: „Giovanna soll sich rundum wohlfühlen“, sagt Helmut Kern, Revierleiter des Eisbärgeheges. In den beiden Geburtshöhlen herrscht eine eisige Temperatur von zwei bis drei Grad. „Nur für die Trinkwasserleitungen gibt es eine kleine Heizung, damit das Wasser nicht gefriert.“

Damit Kern und sein Pflegerteam die Polarbärdame auch in ihrer Höhle im Auge behalten können, gibt es insgesamt drei Kameras und sogar ein Mikrofon. So können Laute der anfangs blinden Eisbärbabys (Gewicht: 500 bis 800 Gramm) gehört werden. Denn: „Unter dem langen Fell der liegenden Eisbärmama ist es oft schwer, den Nachwuchs zu sehen“, so Kern.

Ob Giovanna wirklich schwanger ist, könnte ein Ultraschall klären. Dafür müsste die Eisbärin aber unter Narkose gesetzt und ihr Bauchfell geschoren werden. Helmut Kern vertraut da lieber auf seine Beobachtungen: „Giovanna verändert sich immer mehr: Dem Yoghi gegenüber ist sie richtig g’schamig und auch nicht mehr so verspielt. Das sind Anzeichen, dass unser Weiberl trächtig ist.“

Der große Hunger spricht auch dafür: Zwölf Kilo Futter am Tag verdrückt die hungrige Bärendame. „Sie hat einen richtig dicken Hintern bekommen.“ Bis Januar müssen wir uns noch gedulden. Bis dahin kennt wohl nur Giovanna ihr süßes Schwangerschafts-Geheimnis …

… und hier spielt die werdende Elefanten-Mama

Panang mit Tierpfleger Fries

Noch heuer ist es so weit! Der Tierpark Hellabrunn bekommt sein zweites Elefantenbaby. Nach 22 Monaten Schwangerschaft wird die Elefantenkuh Panang im November den Nachwuchs gebären. Ihr Bauch ist schon kugelrund, der Gang gemächlich. Zur Vorfreude kommt aber auch Bangen um das Baby: Bislang verliefen alle Schwangerschaften von Panang unglücklich.
Besonders im Gedächtnis ist der Tod von Jamuna Toni im vergangenen Jahr, die von ihrer Mutter verstoßen wurde. Eine Sorge steckt den Pflegern deshalb im Hinterkopf: Wird das neue Elefantenbaby diesmal von Panang angenommen? Andreas Fries ist zuversichtlich, dass alles glattgeht: „Unvorhergesehene Komplikationen können immer eintreten. Die Rahmenbedingungen sind aber sehr gut.“

Damit der Zuwachs im Elefantengehege beste Chancen hat, wird im Tierpark alles getan, um Risiken auszuschließen. „Wir achten darauf, dass Panang Bewegung bekommt und setzen sie auf Diät.“ Denn wenn die Elefantenkuh sehr viel Nahrung bekommt, wächst das Baby im Mutterleib zu stark. Dann kann es bei der Geburt wegen der Größe zu Komplikationen kommen.

Daniela Dietz

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