Der Tierpark sucht einen anderen Pächter

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Reiten im Zoo: Nach Missständen wurde der Vertrag mit dem Pächter gekündigt

München - Wie die tz berichtete, ist der Pachtvertrag mit dem Betreiber nicht verlängert worden, der dort das beliebte Ponyreiten, die E-Scooter und eine Eisenbahn betrieben hat. Jetzt ist auch der Grund bekannt.

ie geht es weiter mit dem Kindertierpark im Hellabrunner Zoo? Wie die tz in der Mittwochsausgabe berichtete, ist der Pachtvertrag mit dem Betreiber nicht verlängert worden, der dort das beliebte Ponyreiten, die E-Scooter und eine Eisenbahn betrieben hat. Jetzt wird bekannt: Das Aus kam, weil auf dem rund 1600 Quadratmeter großen Bereich große Missstände herrschten! Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem sucht einen neuen Pächter für das Areal. „Es wird dort weiterhin Attraktionen für Kinder geben“, beruhigte Knieriem gegenüber der tz.

„Seit Ende 2009 wurden mehr und mehr Missstände im Zusammenhang mit dem von dem Pächter durchgeführten Reitbetriebs festgestellt“, so Knieriem. Selbst schriftliche Vereinbarungen wurden nicht eingehalten. Obwohl die Tiere Eigentum des Pächters sind, oblag die pflegerische und ärztliche Betreuung der fünf Pferde dem Tierpark.

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Weiteres Manko: Der Pächter hat über viele Jahre versäumt, die Anlage „nach außen hin attraktiv und ansprechend zu gestalten“. Alles Gründe, die letztlich zum Ende der jahrzehntelangen Zusammenarbeit geführt haben.

Wie geht es jetzt weiter? „Wir suchen einen neuen Pächter für das Areal, der Tier und Natur mit attraktivem Kinderangebot in Einklang bringt“, betont Knieriem. Die Ausschreibung auf der Homepage des Tierparks läuft bis 1. Dezember. „Wir tun viel für Kinder und werden das Angebot weiter ausbauen“, versicherte der Zoo-Chef, der aber eines auch klarstellt: „Wir wollen dort keine Achterbahn!“ Ob es im Kindertierpark auch wieder das beliebte Ponyreiten geben wird, hänge laut Knieriem vom Angebot des Pächters ab. Und ob der dieses nach den tierschutzrechtlichen Vorschriften anbieten wird.

Stefan Dorner

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