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Hengst tritt Reiterin  Bein kaputt: Julia (13) holt Hilfe

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Julia (13) holte Hilfe

Ismaning - Ein Huftritt von Hengst „Lord Maverick" hat einer Reiterin (31) den Unterschenkel zertrümmert bei einem Ausritt am Sonntag im Finsinger Moos auf Ismaninger Gemeindegebiet.

Die 31jährige Hausfrau war als einzige Erwachsene mit einer Gruppe Kinder von einer Ranch am Ende der Großsenderstraße losgeritten. „Lord Maverick“ trat plötzlich ohne erkennbaren Grund nach hinten gegen ein Pferd aus. Statt aber den Vierbeiner zu treffen, schlug der Huf am Schienbein der Frau ein. Obwohl gut geschützt durch den Reitstiefel, erlitt die Frau eine offene Unterschenkelfraktur.

Die Verletzte hatte noch Glück, dass Julia (13) aus Finsing in der Gruppe war, die vor vier Wochen am Ismaninger Matthof ihr Reitabzeichen abgelegt und dabei auch alles über Erste Hilfe bei Reitunfällen erfahren hate. Sie rief sofort beim Matthof an, der nur einen Kilometer Luftlinie vom Unfallort entfernt liegt. Zehn Minuten später waren Birgit Matt und ihre Männer bei der verletzten Frau. Die saß unter Schock und mit irren Schmerzen auf ihrem Pferd, absteigen war unmöglich. Birgit Matt ist immer noch wütend, wie sie die Gruppe antraf: „Keiner hatte eine Schutzweste und Licht mit. Obwohl es schon dunkel wurde. Und nur ein Erwachsener begleitete die Kinder. Das geht gar nich! So würde bei uns kein Kind den Hof verlassen. Aber Julia hat vorbildlich reagiert.“

Es war schnell klar, dass die Verletzte nicht mehr zum Hof reiten kann. Zu groß war die Gefahr, dass die Verletzung blutete und die Frau noch ohnmächtig vom Pferd fällt. So hoben die Männer die Verletzte vorsichtig vom Pferd und fuhren sie im Auto zum Matthof. Dort schnitten sie den Reitstiefel auf, um die schockierende Wahrheit zu sehen: Ein offener Bruch. Eine Stunde nach dem Unfall war die Reiterin im Hubschrauber Richtung Klinik.

Die Kinder mussten Birgit Matt und ihr Team mit den Pferden zurück zu der Ranch bringen: „Wir statteten sie erst einmal mit Licht und Reitweste aus. Da fehlte es hinten und vorne an Sicherheitskleidung. Das ist unglaublich.“ Und hätte Julia nicht in ihrem Reiterabzeichen die Telefonnummer vom Matthof dabei gehabt, hätte der unglücklich Unfall für die Verletzte und die sie begleitenden Kinder noch ganz bös enden können. Matt sagt: „Auch die Kinder standen unter Schock und wussten nicht, was sie tun sollen.“

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