1. tz
  2. München
  3. Stadt

Herr OB Ude, warum sitzen in einer Klasse 36 Schüler?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Zusammengequetscht im Klassenraum: Die Obergrenze an weiterführenden Schulen liegt in Bayern bei 34 Schülern
Zusammengequetscht im Klassenraum: Die Obergrenze an weiterführenden Schulen liegt in Bayern bei 34 Schülern © dpa

OB Ude beantwortet Fragen der tz-Leser.

Herr OB Ude, warum sitzen in einer Klasse 36 Schüler?

Frage: Im tz-Bericht vom 20. August verkündet Ministerpräsident Günther Beckstein, dass die Schülerobergrenze an Bayerns weiterführenden Schulen bei 34 liegt. Wie kann es da sein, dass in der 9. Klasse des städtischen Thomas-Mann-Gymnasiums, das meine Tochter besucht, die Schülerzahl bei 36 liegt?

Friedrich Fischer, per E-Mail

Antwort: Am 16. September zählte die Klasse 9 a tatsächlich 36 Schülerinnen und Schüler, weil sich erst am Vortag herausgestellt hatte, dass einige aus der 8. Jahrgangsstufe die Erlaubnis zum Vorrücken erhielten und andererseits einige Schüler-/innen der 9. Jahrgangsstufe die Nachprüfung nicht bestanden hatten. Nachdem zwischenzeitlich drei Klassenmitglieder die Schule gewechselt haben, liegt die Klassenstärke bei 33. Die Aussage des Ministerpräsidenten konnte sich im Übrigen nur auf die Schulen des Freistaates beziehen, nicht auf Schulen in kommunaler Trägerschaft. Bei den städtischen Schulen handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt, die dafür nur 40 % der tatsächlich anfallenden Personalkosten erstattet bekommt. Der Freistaat ist verfassungsgemäß verpflichtet, für Bildung und Erziehung Sorge zu tragen.

Die Zahlen: Was Ude & Co. verdienen

Fotostrecke

Die Uhr am Max-Monument
Die Uhr am Max-Monument © Westermann

Wer hat die Uhr wieder gerichtet?

Frage: Die seit vielen Jahren marode Uhr am Max-Monument war vor ein paar Monaten plötzlich verschwunden, tauchte vor ein paar Wochen aber wieder auf – schöner als zuvor. Bei wem bedankt man sich denn dafür, dass sowas wie diese „Normalzeit-Uhr“ weiterlebt und nicht einfach eingespart wurde?

Franz Obermayr, Lehel

Antwort: Bei dieser Uhr war nicht nur die Uhrwerkssteuerung defekt, sondern das gesamte Uhrwerk renovierungsbedürftig. Seit August ist die überholte Uhr wieder in Betrieb. Schön, dass sie sich bedanken wollen. Die Arbeit machte das städtische Baureferat, die Mittel für die Betreuung der rund 140 öffentlichen Uhren in München hat der Stadtrat bereitgestellt – und sie stammen vom Steuerzahler, der dafür tatsächlich Lob verdient hat.

Münchens neue Postkartenserie aus der "guten alten Zeit"

Fotostrecke

Mein Bild von München - Fotos aus dem neuen Bildband

Fotostrecke

Warum gab es kein Bier ohne Alkohol?

Frage: Warum gab es beim „Sommernachtstraum“ im Olympiapark kein alkoholfreies Bier zu kaufen? Und auch keine Sitzgelegenheiten? Viele ältere Menschen freuten sich aufs Feuerwerk, mussten die mitgebrachten Klappstühle aber am Eingang abgeben.

Übrigens habe ich auch beim Brückenfest, bei dem es aber reichlich Bänke und Liegestühle gab, nur einen einzigen Stand von der Brauerei Hacker-Pschorr gesehen, bei dem alkoholfreies Bier angeboten wurde. Ansonsten war es aber eine gelungene 850-Jahr-Feier meiner Geburtsstadt München.

H. Wittmann, per E-Mail

Antwort: Die Geschäftsführung der Olympiapark GmbH teilt mir dazu mit, dass es beim Sommernachtstraum sehr wohl zwei Verkaufsstände mit alkoholfreiem Bier gab (im Pavillon an der Schwimmhalle und am Verkaufsstand im Untergeschoss der Park-Lounge). Außerdem wurden an zahlreichen Ständen alkoholfreie Getränke angeboten. Das Untergeschoss der Park-Lounge war außerdem auch bestuhlt (vielleicht nicht ausreichend). Das Mitbringen von Klappstühlen konnte wie in den Vorjahren aus sicherheitsrechtlichen Gründen nicht gestattet werden, dies wurde aber frühzeitig in den Medien publiziert.

Was das Brückenfest betrifft, teilen die Gastronomen mit, dass sie sich wegen der äußerst begrenzten Lager- und Kühlmöglichkeiten auf die umsatzstärksten Getränke konzentrieren mussten, also auf helles Bier, Weißbier, Mineralwasser, Limo, Schorle und Cola light sowie Cola normal. Alkoholfreies Bier wird ebenso wenig nachgefragt wie dunkles Bier oder Pils und war deshalb nicht im Sortiment. So ist das in der Marktwirtschaft: Die Nachfrage beeinflusst das Angebot.

München, seine Straßen und ihre Namen

Fotostrecke

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare