"Herr Oberbürgermeister Ude, warum..."

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Heuer werden 105 S-Bahnen mit jeweils 16 Videokameras aufgerüstet.

"... gibt es erst jetzt Videokameras in den Münchner S- und U-Bahnen? Wir sind immer die Letzten und nie vorne mit dabei." Bürger fragen, der Oberbürgermeister antwortet.

Warum kommen die Videokameras erst jetzt in die S- und U-Bahnen bzw. Busse und Trambahnen? Andere Städte haben diese schon länger und fahren gut damit. Wir sind immer die Letzten, weil der OB es nicht für nötig hält, dass wir auch mal vorne dabei sind.

A. Hafenmair, Schwabing

Antwort: Mit Ihrer Meinung, dass die Münchner immer „die Letzten“ seien, stehen Sie wohl ziemlich allein da, denn fast bei jedem Städtevergleich wird uns eine Spitzenposition bescheinigt. Gerade beim öffentlichen Verkehr und der Sicherheitslage brauchen wir nicht auf andere Städte neidisch zu sein. Neueste Sicherheitstechnik ist entweder bereits seit Jahren im Einsatz oder sie wird aktuell oder in nächster Zeit überall dort, wo dies noch notwendig und sinnvoll ist, installiert.

So beginnt in Kürze die Ausrüstung aller U-Bahn-Züge mit Videokameras; derzeit wird bereits in vier U-Bahn-Wagen, die mit Kameras verschiedener Hersteller ausgestattet sind, ein Praxistest durchgeführt. Im Bereich der U-Bahnhöfe und Zwischengeschosse gibt es insgesamt 800 Videokameras, wovon derzeit 670 an das Überwachungs- und Aufzeichnungssystem des MVG-Betriebszentrums angeschlossen sind; die verbleibenden Kameras, die bisher rein betrieblich genutzt werden, werden sukzessive in das System eingebunden. Nur dank der guten Video-Überwachung im U-Bahn-Bereich konnten übrigens alle Gewalttäter der vergangenen Weihnachtsferien sofort überführt werden!

In rund 130 Bussen, also in mehr als der halben Busflotte unserer Münchner Verkehrsgesellschaft MVG, sind bereits Kameras im Einsatz. Und auch bei der Tram geht es voran: Die ersten zwei mit Kameras ausgerüsteten Züge werden demnächst in Probebetrieb gehen. Noch heuer soll die Ausschreibung für die serienmäßige Ausrüstung aller Tramfahrzeuge erfolgen. Die vier neuen Tramzüge, die ab Dezember 2008 ausgeliefert werden und ab Frühjahr 2009 sukzessive in den Fahrgasteinsatz gehen, verfügen bereits ab Werk – wie bei neuen Bussen auch – über Videokameras.

Die Münchner S-Bahn, die im Auftrag des Freistaates Bayern fährt und für die es keine städtische Zuständigkeit gibt, hat kürzlich mit der Ausstattung von 105 ihrer Züge begonnen, noch in diesem Jahr werden diese S-Bahn-Züge mit je 16 Kameras ausgestattet.

Quelle: tz

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