Herr Ude, warum dürfen hier Pendler parken?

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Der Par kplatz des Ungererbads

München - "Warum darf der Parkplatz, der zum Ungererbad gehört, zu 90 Prozent von Pendlern und Anliegern genutzt werden?", fragt eine tz-Leserin. Die Antwort von OB Christian Ude:

Warum darf der Parkplatz, der zum Ungererbad gehört, zu 90 Prozent von Pendlern und Anliegern genutzt werden? Bei der Öffnung des Bades zwischen 8 und 9 Uhr ist er bereits vollkommen belegt! Es ist nicht einzusehen, dass ältere Leute und Mütter mit kleinen Kindern mit Gepäck weite Wege zurücklegen müssen, um in das Bad zu kommen, wenn ein Parkplatz vorhanden ist!

Ingrid Gall, Milbertshofen-Am Hart

OB Udes Antwort:

Der Parkplatz in der Soxhletstraße mit seinen ca. 130 Stellplätzen wurde in den 80iger Jahren für Gäste des Ungererbades, aber auch für Anwohner zum Abstellen ihrer Fahrzeuge gebaut. Seit jeher wird er daher auch von Badegästen und Anwohnern genutzt.

Nicht zuletzt aufgrund des städtischen Parkraummanagements wird der Parkplatz vermutlich wegen seiner unmittelbaren Nähe zur U-Bahn-Haltestelle Nordfriedhof in jüngster Zeit augenscheinlich verstärkt als Pendlerparkplatz genutzt. Dies hat oftmals zur Folge, dass Badegäste keinen Parkplatz finden.

Dieser Umstand hat bereits dazu geführt, dass das zuständige Kreisverwaltungsreferat einen Testversuch startet. Ab dem kommenden Jahr wird saisonal der Ostteil des Parkplatzes mit einer Kurzzeitregelung ausgewiesen. Dies bedeutet, dass zukünftig im Zeitraum zwischen 1. Mai und 15. September unter Tags eine Parkscheibenpflicht gilt. Die Höchstparkdauer beträgt dann unter Verwendung einer Parkscheibe für Jedermann nur noch vier Stunden. Rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison werden die Parkschilder aufgestellt. Allerdings wird diese Regelung auch nur den Badegästen helfen, die mit weniger als vier Stunden Badezeit zufrieden sind.

Parallel zu der neuen Beschilderung wird die kommunale Verkehrsüberwachung auch regelmäßig die Parksituation überwachen. Somit steht den Badegästen zukünftig zumindest mittelbar ein Teilbereich des Parkplatzes zur Verfügung. Die vor Ort befindlichen allgemeinen Behindertenparkplätze bleiben für Inhaber einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung natürlich erhalten.

Ob sich die geplante Regelung in dieser Form jedoch bewährt, bleibt abzuwarten. Zu bedenken sind vor allem sommerliche Regentage, an denen der Freibadbetrieb praktisch nicht stattfindet und der einschlägige Parkplatzteil somit zu Lasten des Anwohnerparkens weitgehend ungenutzt bleibt.

Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir die Lage im Auge behalten.

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