OB Ude beantwortet tz-Leserfrage

U-Bahn: Warum nachts nicht zur Westendstraße?

+
Ab ca. 20.30 Uhr fährt keine U4 mehr bis zur Westendstraße – sondern nur noch die U5.

München - Münchner Bürger fragen, Oberbürgermeister Christian Ude antwortet. Dieses Mal möchte ein Bürger wissen, warum die U-Bahn nachts nicht zur Westendstraße fährt.

Seit einigen Jahren nutze ich die U4, und seit Jahren fährt diese Linie nach 21 Uhr nur noch ab Lehel bzw. pendelt zwischen Arabellapark und Max-Weber-Platz. Bitte schreiben Sie mir: Warum ist es nicht möglich, die Linie U4 auch nach 21 Uhr bis zur Westendstraße fahren zu lassen?

Vadim Buzikov, Sendling-Westpark

OB Udes Antwort

Vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der mir die zuständige Münchner Verkehrsgesellschaft folgende Antwort zugeleitet hat:

„Die U4 fährt in der Tat nur bis ca. 20.30 Uhr vom Arabellapark durchgehend bis zur Station Westendstraße bzw. zum U-Bahnhof Theresienwiese (in den Ferien und am Wochenende). Im Spätverkehr ab etwa 20.30 Uhr pendelt die U4 nur noch zwischen Arabellapark und Max-Weber-Platz bzw. Lehel, weil die Nachfrage im Abendverkehr zu gering für zwei U-Bahnlinien ist. Die Wartezeit auf die im 10-Minuten-Takt verkehrende U5, die zwischen Max-Weber-Platz und Westendstraße den gleichen Linienweg hat, beträgt nur eine Minute (am Bahnhof Max-Weber-Platz in Richtung Innenstadt) bzw. zwei Minuten, wenn man am Bahnhof Lehel von der U5 in die U4 zum Arabellapark umsteigen möchte. Außerdem kann der Umstieg problemlos am selben Bahnsteig erfolgen.

Eine Verlängerung der U4 zur Westendstraße ab 20.30 Uhr hätte zur Folge, dass zusätzliche Züge eingesetzt werden müssten. Damit entstünden Mehrkosten, die in keiner Weise zu rechtfertigen wären, weil – wie gesagt – keine ausreichende Nachfrage besteht, um ein zusätzliches Angebot zu finanzieren. Die MVG muss ihre Betriebskosten – also auch den U-Bahnbetrieb – fast vollständig aus Fahrgeldeinnahmen finanzieren, also vom Geld der Kunden. Es verbietet sich daher, die Mittel unwirtschaftlich zu verwenden. Ein U-Bahn-Angebot, das die Nachfrage deutlich übersteigt, ist nicht finanzierbar.

Selbstverständlich wird die Auslastung der Linien U4 und U5 auch weiterhin durch intensive Beobachtung geprüft. Hierzu finden auch künftig regelmäßig Fahrgastzählungen statt, die der MVG als Grundlage für die Angebotsplanung dienen.“

Auch interessant

Meistgelesen

So nahm die Münchner Polizei den Einbrecher-Clan hoch
So nahm die Münchner Polizei den Einbrecher-Clan hoch
Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen

Kommentare