S-Bahn-Ausbau: Herrmann sieht Grenze erreicht

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Joachim Herrmann will nicht noch mehr für den S-Bahn-Ausbau zahlen.

Burghaslach - Mögliche weitere Kostensteigerungen beim Bau einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München will Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nicht mittragen.

“Die Kosten werden inzwischen auf zwei Milliarden Euro geschätzt. Da ist eine Grenze erreicht“, sagte der mittelfränkische CSU-Bezirkschef beim traditionellen Drei-Franken-Treffen am Donnerstag in Burghaslach nahe Schlüsselfeld (Landkreis Bamberg). Sollte doch noch mehr Geld für den Bau eines weiteren Tunnels unter der Münchner Innenstadt notwendig werden, “mache ich nicht mit“, betonte Herrmann.

Grundsätzlich wolle er “die Sinnhaftigkeit“ des Projekts nicht infrage stellen, stellte er vor mehreren hundert CSU-Anhängern klar. “Wir haben das soweit mitgetragen.“ Jedoch sei eine finanzielle Beteiligung der Landeshauptstadt und der umliegenden Landkreise notwendig. Zudem dürfe das geplante Mammutprojekt in München nicht die staatlichen Investitionen im Norden Bayerns hemmen. “Wir werden darauf achten, dass die Projekte in Franken nicht zu kurz kommen.“

Beim Drei-Franken-Treffen kommen alljährlich an Christi Himmelfahrt fränkische CSU-Politiker und Parteianhänger zusammen. Der Drei-Franken-Stein ist an der Stelle gesetzt, wo die Grenzen der Regierungsbezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken zusammentreffen. Zahlreiche Besucher des Treffens schwenkten Fahnen in den Frankenfarben Weiß und Rot.

dpa

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