Ehefrau leitet Wiederbelebung ein

Infarkt: Mann durch Telefon-Anweisung gerettet

+
Eine Ärztin demonstriert Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Puppe (Symbolfoto)

München - Drama in Hadern: Ein 44-Jähriger hat am Samstag einen Herzinfarkt erlitten. Nach telefonischer Anweisung hat seine Ehefrau die Rettung eingeleitet.

Eine Frau aus Hadern wählte am Samstagmittag die Notrufnummer 112: Ihr 44-jähriger Ehemann hatte zunächst über Brustschmerzen geklagt und wurde in der Wohnung bewusstlos.

Nach telefonischer Anleitung leitete die Frau die Wiederbelebung ihres Mannes mit einer so genannten Thoraxkompression durch Drücken des Brustkorbs ein. Zudem beatmete sie ihn. Durch die schnelle Reanimation und auch durch das schnelle Eintreffen des Rettungsdienstes wurde dem 44-Jährigen das Leben gerettet.

Schon rund fünf Minuten nach dem Anruf traf in der Rheinsteinstraße bei dem Mann ein Notarzt ein, der die Maßnahmen weiterführte und intensivierte. Um das lebensbedrohliche Kammerflimmern zu therapieren, wurde ein Defibrillator eingesetzt. Bereits nach einer Schockabgabe hatte der Mann wieder einen stabilen Kreislauf.

Der Mann wurde zügig in eine Klinik gebracht, wo er sofort in einem Herzkatheterlabor behandelt wurde. Dort stellten die Ärzte einen Herzinfarkt fest. Der Zustand des 44-Jährigen ist laut Feuerwerhrangaben stabil. Er befindet sich auf einer Intensivstation. Die Aussichten, dass der zweifache Familienvater den Herzinfarkt ohne größere gesundheitliche Beeinträchtigungen übersteht, sind sehr gut.

"Man kann nicht oft genug betonen: Es ist enorm wichtig, dass die Ersthelfer mit den Wiederbelebungsmaßnahmen anfangen, speziell mit der Thoraxkompression. Hindrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft, ist das A und O in solchen Fällen", erklärt Feuerwehr-Sprecher Roman Leitow gegenüber unserer Onlineredaktion.

mm/pm/lin

auch interessant

Meistgelesen

Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen

Kommentare