Zum 74. Todestag

Neue Ausstellung an der LMU zu den Geschwistern Scholl

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Geschwister Scholl

Heute vor 74 Jahren wurden die Geschwister Scholl von den Nazis ermordet. Bis zum letzten Atemzug gekämpft, bleibt ihr Mut unvergessen.

München - Sie sind Vorbilder in Sachen Courage, Mut und Menschlichkeit - vor 74 Jahren wurden Hans und Sophie Scholl am 22. Februar 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tage im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet. 

„So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln“, sagte Sopie Scholl am Tag ihrer Hinrichtung.

Bekannt wurden beide als Mitglieder der „Weißen Rose“, einer stundentischen Wiederstandsgruppierung gegen den Nationalsozialismus. Am 18. Februar 1943 legten sie an der Münchner Universität Flugblätter gegen den Krieg und die Diktatur unter Adolf Hitler aus. Sie wurden dabei von Hausmeister Jakob Schmid überrascht und bei der Gestapo denunziert. Bereits vier Tage später wurden sie von den Nazis ermordet.

Hans und Sophie Scholl gelten seit der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart als bedeutende Symbolgestalten eines an humanistischen Werten orientierten Widerstands innerhalb Deutschlands gegen das totalitäre NS-Regime. Auch 74 Jahre nach dem feigen Mord der Nazis an den Geschwistern und ihren mutigen Mitstreitern bleibt ihr Beispiel.

Neue Dauerausstellung eröffnet

Am Wochenende wurde an der Müncher Ludwig-Maximilians-Universität eine neue Dauerausstellung zur Wiederstandsbewegung „Weiße Rose“ eröffnet. Als zentraler Erinnerungs- und Lernort wurde die Gedenkstätte als Ausstellungsort gewählt.

Die Verantwortlichen betonen: „In Zeiten wie diesen geht es nicht nur um das Erinnern.“ Hildegard Kronawitter, Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung sagte am Donnerstag in München: „Die Präsentation musste zeitaktueller sein. Wir wollen die damalige Zeit in die Gegenwart holen.“

Mit neuen, multimedialen Schautafeln und Informationen in englischer Sprache zeichnet die Schau das Leben und Wirken der Gruppe rund um die Geschwister Scholl nach. Ausgestellt werden unter anderem die Flugblätter und die Schreibmaschine, mit der das sechste und letzte Flugblatt geschrieben wurde. Der Besucher bekommt viele biografische Informationen sowie einen Ausblick auf die Wirkung des studentischen Widerstandes im In- und Ausland.

jb/dpa

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