Klinikum im Taunus

Ex-Arbeitgeber von mörderischer Hebamme in Sorge

Bad Soden - Die Verhaftung einer Hebamme wegen versuchten Mordes an vier werdenden Müttern in München versetzt auch ihre frühere Arbeitsstätte in Aufregung.

Die Verhaftung einer Hebamme wegen versuchten Mordes an vier werdenden Müttern in München hat auch ihre frühere Arbeitsstätte im hessischen Bad Soden in Aufregung versetzt. Die 33-Jährige sei dort von 2007 bis Juni 2012 im Krankenhaus beschäftigt gewesen, teilten die Kliniken des Main-Taunus-Kreises am Sonntag mit. Nun arbeite das Krankenhaus in Bad Soden mit Hochdruck daran, „die Umstände von deren Tätigkeit in der Klinik wie auch die des Ausscheidens vollumfänglich aufzuklären“.

Weiter hieß es: „Geschäftsführer Tobias Kaltenbach hat sofort nach Bekanntwerden der Tatsache, dass die festgenommene Hebamme zuvor in Bad Soden tätig war, angewiesen, dass durch Prüfung einer Vielzahl von Akten und Erklärungen der Beteiligten alles getan wird, um unseren Teil zur Aufklärung beizutragen.“

Die kinderlose Hebamme, die seit 2012 am Münchner Universitätsklinikum Großhadern arbeitete, soll vier Frauen bei Kaiserschnitt-Geburten das blutverdünnende Mittel Heparin in die Infusion gemischt haben. Sie konnten nur mit notfallmedizinischen Maßnahmen gerettet werden. Die Hebamme wurde am 18. Juli festgenommen. Sie wies die Vorwürfe zuerst zurück und machte dann keine Aussage mehr.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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