Hier hören Bayern-Stars die Engel singen

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Wollen nächstes Jahr unbedingt wiederkommen: Bayern-Kicker Thomas Müller mit Ehefrau Lisa

München - Die "Heilige Nacht" in der Allerheiligen-Hofkirche hat auch die Bayern-Kicker ­Philipp Lahm, ­Andreas Ottl und Thomas Müller begeistert.

Die „Engelsstimmen“: Elias Gutneder (v. li.), Alexander Findewirth, Martin Kurz und Anna Rauer. Sie erhielten die Nachwuchsförderpreise „musica Bavariae“

Zarte, glockenreine Sopranstimmen schweben durch die festliche Stille in der Allerheiligen-Hofkirche. Andächtig lauschen diesen Engelsstimmen junge Männer, die sonst rauere Töne gewohnt sind: die Bayern-Kicker ­Philipp Lahm, ­Andreas Ottl und Thomas ­Müller. In der ersten Reihe sitzen sie, ganz konzentriert hören sie zu, wahrscheinlich, weil es eben mal nicht Louis van Gaal ist, der ihnen den Marsch bläst.

Es sind allerdings auch keine Engel, die ihnen Flügel verleihen könnten, sondern ganz leibhaftige junge Sänger, die die ­Heilige Nacht eröffnen. Es ist das tradi­tionelle Weihnachtssingen, bei dem Enrico de Paruta die Heilige Nacht von Ludwig ­Thoma brillant interpretiert.

Junge Volksmusikliebhaber: Nationalelf-Kapitän Philipp Lahm und Frau Claudia. Sie begeisterten auch die Kicker-Kollegen

De Paruta ist es auch, der die Bayern-­Kicker in die Kirche zieht. Denn vor einem Jahr war Philipp Lahm so begeistert von der Aufführung, dass er de Paruta bat, bei seiner Hochzeit mit Herzensdame Claudia die künstlerische Leitung zu übernehmen. Das wiederum kam bei den Hochzeitsgästen so gut an, dass Lahm für diese Heilige Nacht gleich 17 Karten für Freunde und Familie bestellte.

„Mit diesem Konzert fängt bei uns die besinnliche Zeit an, es stimmt uns auf Weihnachten ein“, erzählt Philipp Lahm und drückt seine Claudia fest an sich. Im Hause Lahm läuft zurzeit vor allem bayerisch-besinnliche Musik. „Ich hör’ aber auch ganz gern die Österreicher wie STS oder Reinhard ­Fendrich“, gesteht der Kapitän der National-Elf.

„Total begeistert“ von der Heiligen Nacht und der Interpretation von de Paruta sind Thomas Müller und seine Frau Lisa. Bei ihnen wird die kommende Zeit mehr romantisch statt besinnlich: „Wir fahren über Weihnachten und die Feiertage zum Skifahren, nur wir beide“, verraten sie strahlend.

Und Andreas Ottl?, der einzige Unverheiratete in der Runde? „Ich feier’ mit meiner Familie und mit meiner Freundin Veronika“, verrät er. Und dabei geht‘s ganz traditionell zu: Lukas­evangelium, Christmette, Festtagsmenü. „So ein Abend wie heute weckt Erinnerungen an Weihnachten wie es in meiner Kindheit war.“

Zum ersten Mal bei der „Heiligen Nacht“ in der Allerheiligen-Hofkirche dabei: Andreas Ottl mit Freundin Veronika Oehlschlegel

Über einen sportlichen Gast freute sich Enrico de Paruta besonders: Verena Bentele, die blinde Biathletin, die vier WM-Medaillen und Paralympics-Preise abräumte. „Wir trafen uns beim Bayerischen Sportpreis und sie wünschte sich so, einmal bei der Heiligen Nacht dabei zu sein. Und dann hab’ ich sie natürlich gleich eingeladen.“

So viel sportliche Potenz in der ersten Reihe ließ den ein oder anderen Engel ganz nervös werden. „Die Buam und Madln waren schon hinter der Bühne ganz aufgeregt, weil da so viel sportliche Vorbilder sitzen“, erzählte Moderatorin ­Carolin ­Reiber augenzwinkernd. Sie ist gleichzeitig die „Engelsmutter“: Als Schirmherrin des Kinderchores „Die Engelsstimmen“, suchte sie die vier Gesangswunder mit aus, die vor der Heiligen Nacht mit Förder­preisen ausgezeichnet wurden. Ganz irdisch übrigens mit Geld

Maria Zsolnay

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