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Hier kommen Tierkinder groß raus

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Stolzer Autor: Tierpark-Chef Professor Henning Wiesner.
Stolzer Autor: Tierpark-Chef Professor Henning Wiesner. © dpa

Es gibt Fragen, bei denen sogar ein so erfahrener Tierpark-Chef wie Professor Henning Wiesner kapitulieren muss.

Oder woher soll der Hellabrunn-Chef mal eben kurz aus dem Ärmel schütteln, wie lang der Milchzahn eines Säbelzahntiger-Babys ist? Und das war nur eine von gut 20 Fragen, mit denen die 27 Zweitklässler aus der Gebelestraße den Tierpark-Chef am Dienstag löchern durften.

Der süßeste Nachwuchs der Tierwelt

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Singende Elefanten im Tierpark Hellabrunn

Anlass: Wiesners wunderschöner neuer blv-Bildband über Tierkinder im Zoo, der gestern – stilecht im Hellabrunner Orang-Utan-Paradies – vorgestellt wurde. Dort nämlich präsentierte Orang-Utan-Dame „Siti“ ihr am 14. Juli geborenes Baby „Isalie“, das sie zunächst in einem Holzwolle-Haufen versteckte und dann wie ein echter PR-Profi den Fotografen präsentierte.

Jenseits der Scheibe ging derweil die Weltreise durch die Kinderstube der Tiere weiter. Wie kommen Mini-Kängurus in Mutters Beutel? Wie finden Pinguin-Mütter ihre Küken wieder? Warum klettern Bärenkinder auf den Baum? Und warum piepsen Baby-Krokodile im Ei? Viele dieser Fragen beantwortet der neue Bildband – eine herrlich fotografierte Zusammenfassung aus dem reichen Erfahrungsschatz eines weltreisenden Tierparkchefs. Und der war zeitlebens fasziniert von der unbändigen Lebensfreude, die die Tierkinder aller Kontinente vereint.

Alle Texte hat Henning Wiesner selbst verfasst und dabei erstaunliche Beobachtungen geschildert, die bislang in keinem Lehrbuch stehen. Zum Beispiel über das Familienleben der Mantelpaviane, die fast ein Baby opferten, um der Familie den Weg zum Wasser zu sichern. Die dramatische Situation ging gut aus.

Schulkind Max entlockte dem Tierpark-Chef am Ende eine Anekdote aus der Hellabrunner Kolkraben-Voliere. Max wollte wissen, wie man Raben das Sprechen beibringt. Er erfuhr, dass das Pärchen neben dem üblichen Wortschatz („Na komm!“ etc.) neuerdings ein sehr hässliches Schimpfwort (beginnt mit „A..“) im Repertoire hat. Wer ihnen das eingeflüstert hat, bleibt ihr Geheimnis ...

Tierkinder im Zoo (128 Seiten, 150 Fotos, ISBN: 978-3-8354-0421-2) ist im blv-Verlag erschienen und kostet 29,90 Euro.

Quelle: tz

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