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Hier rangeln Online-Fans um ein Computerspiel!

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Gibt's hier was umsonst? Nein, ein Computerspiel.

Hunderte Münchner stürmten in der Nacht zum Donnerstag ins Forum am Deutschen Museum.

Nicht um ins Museum zu gehen – sondern um ein Computerspiel zu kaufen: Die neueste Version von World of Warcraft (WoW), ein Online-Rollenspiel.

Euphorischer Jubel, gieriges Gedränge. Selbst Erwachsene benahmen sich wie Teenager beim „Tokio Hotel“-Konzert, als sich um Mitternacht die Tore des Forums öffneten. Seit 19 Uhr hatten hunderte Computerspielfans vor dem Eingang kampiert, um als Erste die langersehnte zweite Erweiterung von „WoW“ in Händen zu halten. In Kooperation mit Media Markt fand die Warenausgabe im Museumsforum statt – damit sich die Spieler nicht in den engen Verkaufsgassen im Elektronikmarkt über den Haufen rennen.

Weltweit gibt es schon elf Millionen „WoW“-Spieler. Sie erstellen sich einen Charakter, mit dem sie in einer Fantasie-Welt à la „Herr der Ringe“ auf Monsterjagd gehen. Ziel ist es, Gegenstände und Erfahrungspunkte zu sammeln und so seinen Charakter zu perfektionieren.

Längst ist bekannt, dass solche Spiele auch Suchtgefahr bergen. Der Sozialpädagoge Jörn Scheuermann vom Münchner Suchthilfeverein „Condrobs“ spricht dem Spiel ein hohes Gefährdungspotenzial zu. „Es heißt oft, man müsse erst 600 bis 800 Stunden spielen, bis das Spiel richtig Spaß mache.“ Viele spielen dann Tage und Nächte durch und verbringen nur noch die nötigste Zeit im echten Leben, nämlich die, die sie zum Essen und Schlafen brauchen.

Unter die vielen WoW-Fans hatten sich auch Christoph Hirte und seine Frau gemischt. Das Ehepaar sagt: „Wir haben unseren Sohn an „World of Warcraft“ verloren.“ Seitdem informieren sie über die Suchtrisiken des Spiels unter der Internetadresse www.rollenspielsucht.de (tz berichtete). Beim Verkauf verteilen sie Flugblätter. „Ich habe hier viel Verständnis für meine Arbeit bekommen“, sagt Christoph Hirte.

Dennis Mehmet Yücel

Quelle: tz

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