Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

Hier schlägt der fiese Handy-Räuber zu

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Der Moment des Raubes: Der gestürzte Schüler (18) kniet noch am Boden. Der Räuber (Kreis) hat dessen heruntergefallenes iPhone schon in der Hand

München - Wer kennt den Handy-Räuber? In der Nach zum 10. August 2010 klaute ein etwa 40 jähriger Mann einem gestürzten Schüler sein I-Phone. Ein Freund des Opfers fotografierte die Tat.

Der Geistesgegenwart eines Schülers verdankt die Polizei, dass es dieses Tatort-Foto in der Münchner U-Bahn überhaupt gibt. Auch wenn es schon zehn Monate alt ist: Es zeigt das Gesicht eines Handyräubers, der in der Nacht zum 10. August 2010 einen Schüler (18) auf der Rolltreppe am Hauptbahnhof zu Boden stieß und ihm blitzschnell sein iPhone abnahm.

Mit seinen Freunden war der Bub aus dem Kreis Borken (Münsterland in Nordrhein-Westfalen) damals auf Klassenfahrt gewesen. Am Abend des 9. August waren alle zusammen auf dem Volksfest in Freising gewesen. Um 0.45 Uhr war die Klasse auf dem Rückweg in die Jugendherberge in Neuhausen.

Auf der Rolltreppe zur U1 am Hauptbahnhof nahm der Schüler sein iPhone in die Hand. Das muss der Räuber gesehen haben. Plötzlich erhielt der Bub einen heftigen Schlag auf die Schulter, sodass er stürzte und das iPhone auf die Treppe fiel. Einer seiner Freunde drückte genau in dem Moment auf den Auslöser, als der Schüler noch auf dem Boden kniete und der Täter das Handy schon an sich genommen hatte.

Als der 18-Jährige sich wieder aufrappelte, war das Handy weg. Den fremden Mann (etwa 40 Jahre alt, kräftig, rundes Gesicht, dunkle Haare) hinter sich hatte er gar nicht wahrgenommen. Der Täter nutzte die Verwirrung und machte sich aus dem Staub.

Nachdem sämtliche Spuren im Sande verlaufen waren, gab die Staatsanwaltschaft München I das Foto nun endlich zur Veröffentlichung frei. Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger: „Die Strafprozessordnung sieht die Veröffentlichung eines solchen Fotos wegen seiner Prangerwirkung als allerletztes Mittel vor. Solange nicht die letzte Spur abgearbeitet ist, wäre die Veröffentlichung rechtsstaatswidrig. Darum hat das jetzt zehn Monate gedauert.“ Schwer nachvollziehbar für die Opfer. Die Oberstaatsanwältin hat dafür Verständnis: „Wir würden solche Fotos auch lieber früher veröffentlichen.“

Dorita Plange

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