Hier wächst Münchens größtes Kunstwerk

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Der Unterbau der Riesen-Plastik am Effnerplatz steht bereits. 52 Meter hoch soll das fertige Kunstwerk werden (re.).

München - Groß, schlank, schmale Wespentaille: Das ist nicht nur der Traum vieler Männer – so wird auch „Mae West“ aussehen, die neue Skulptur am Effnerplatz!

Die Arbeiten für das höchste Kunstwerk der Stadt laufen auf Hochtouren. Ende November soll das Millionen-Projekt fertig sein. Dann übertrumpft die moderne Skulptur mit einer Gesamthöhe von 52 Metern sogar die Bavaria und den Friedensengel!

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Im Moment ähnelt die Stahlkonstruktion noch einer riesigen Spinne, die sich in den Boden krallt. In nur wenigen Tagen wurde der 15 Meter hohe Unterbau über dem Richard-Strauss-Tunnel aufgestellt. Jetzt geht der Bau in die heiße Phase: Ab nächster Woche schrauben die Arbeiter den 37 Meter hohen Oberbau zusammen. Wenn das 70-Tonnen-Gerüst fertig montiert ist, wird es Ende November mit einem Riesen-Kran auf den Unterbau gesetzt. Dafür muss sogar der Verkehr gesperrt werden.

Hier wächst "Mae West" in die Höhe

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Auch das Material ist einzigartig: Gefertigt wird die Hightech-Skulptur aus Stahl und Karbon – das hat es in der Form noch nie zuvor gegeben! „Karbon wird vor allem in der Flugzeugtechnik als Baustoff verwendet, ein Kunstwerk wurde in dieser Größenordnung daraus noch nicht gefertigt“, sagt Projektleiter Johann Wittmann vom Baureferat. „Für uns ist das Kunstwerk ein großer Schritt in Richtung innovative Technik.“

1,54 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Projekt kosten. US-Künstlerin Rita McBride hat die kegelförmige Skulptur entworfen und wegen der schmalen Silhouette nach der Hollywood-Schauspielerin und Sex-Ikone Mae West (1893-1980) benannt. Die Geometrie aus Kreisen und Drehbewegungen soll die Dynamik und den Verkehr am Effnerplatz und am gesamten Mittleren Ring symbolisieren. Ab März nächsten Jahres soll zwischen den Stäben sogar die Tram durchrauschen. Auch wenn die filigrane Struktur auf Manche zerbrechlich wirkt – die Skulptur hält bombenfest. „Wir bauen nach strengsten Richtlinien, die Skulptur wird wie eine Brücke regelmäßig überprüft“, sagt Wittmann. Er rechnet mit einer Lebensdauer von 50 Jahren.

Christina Schmelzer

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